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Argentiniens Markt im Fokus der Fed und Inflation: Ein optimistischer Finanzausblick

08/07/2026 10:28 - Economia

Inflationserwartungen und die Rolle der US-Notenbank

Der argentinische Finanzmarkt befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt und achtet sowohl auf die Signale der US-Notenbank (Fed) als auch auf die erste Lesart der lokalen Inflation für Juni 2026. Laut der Markterwartungsumfrage (REM) der argentinischen Zentralbank (BCRA), die am 6. Juli mit der Teilnahme von 44 Ökonomen veröffentlicht wurde, wird eine Inflation von 2 % für Juni und Juli prognostiziert, die im August und September auf 1,8 % sinken soll. Diese Verlangsamung ist ein ermutigendes Zeichen für die nationale Regierung in ihrer Strategie zur wirtschaftlichen Stabilität.

Der Dollar und die Reserven

Der Devisenmarkt zeigt eine bemerkenswerte Stabilität. Zum Abschluss des 7. Juli 2026 notierte der offizielle Dollar in der Banco Nación (der nationalen Bank) bei 1.465 ARS (Kauf) und 1.515 ARS (Verkauf), während der inoffizielle Dólar Blue (Schwarzmarkt-Dollar) stabil bei 1.515 ARS blieb. Der Dólar MEP (elektronischer Börsendollar) stieg leicht um 0,11 % auf 1.527,48 ARS und der Krypto-Dollar auf 1.598,72 ARS. Ein historischer und positiver Wert ist, dass die Reserven der Zentralbank die Marke von 49 Milliarden USD überschritten haben, ihr Höchststand seit 2019, nach einem Kauf am Markt von 81 Millionen USD.

Länderrisiko und Dollar-Projektionen

Das Länderrisiko (Country Risk) verzeichnete einen signifikanten Rückgang und lag bei 405 Basispunkten, seinem niedrigsten Niveau seit 2018. Hinsichtlich der Zukunft des Wechselkurses prognostiziert das REM den Großhandelsdollar bei 1.482 ARS für Juli und bei 1.673 ARS für Dezember 2026. Die Top 10 der konsistentesten Ökonomen prognostiziert eine leicht niedrigere Notierung für Jahresende, bei 1.621 ARS. Die Terminmarktbörse Matba-Rofex projiziert den Dollar auf 1.500,5 ARS für Ende Juli und 1.643 ARS für Dezember.

Finanzplan 2026/2027 und der Bonar 2029

Der Wirtschaftsminister Luis Caputo präsentierte kürzlich das Finanzprogramm 2026/2027, das großen Optimismus in den Märkten auslöste. Für 2026 werden die Finanzierungsbedürfnisse auf 19,2 Milliarden USD geschätzt, bei Quellen von 22,9 Milliarden USD, was einen Überschuss-Puffer von 3,7 Milliarden USD lässt. Für 2027 würden Bedürfnisse und Quellen sich auf 24,9 Milliarden USD ausgleichen. In diesem Kontext wird am 15. Juli 2026 die argentinische Bundesanleihe Bonar 2029 (AO29) mit einem Höchstbetrag von 2 Milliarden USD bei 6 % jährlich und monatlicher Zahlung debütieren. Die argentinischen Aktien (ADRs) an der Wall Street reagierten positiv und stiegen um bis zu 7,4 %, angetrieben durch die Ankündigung.

Der Finanzausblick stellt sich als herausfordernd dar, bietet aber Perspektiven auf eine Gehaltserholung und Inversionskontrolle, wobei die Hoffnung besteht, dass Argentinien in Zukunft wieder das Investment Grade erreicht.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga