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Getränkeunternehmen mit 70 Jahren Geschichte stellt Insolvenzantrag

02/07/2026 15:43 - Economia

Ein historisches Getränkeunternehmen kämpft ums Überleben

Der Konsumrückgang trifft den argentinischen Binnenmarkt hart und reißt ein Unternehmen mit 70-jähriger Tradition in die Krise.

Am 02. Juli 2026 meldete ein traditionelles argentinisches Unternehmen, das auf die Produktion von Getränken spezialisiert ist und auf eine 70-jährige Geschichte zurückblicken kann, einen „concurso preventivo“ an, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Das Unternehmen führt seine schwere finanzielle Krise auf den anhaltenden Rückgang des Konsums zurück, der den lokalen Markt im aktuellen wirtschaftlichen Szenario erschüttert.

Was ist der „concurso preventivo“ in Argentinien?

In Argentinien ist der „concurso preventivo“ ein rechtliches Instrument (gemäß dem Konkurs- und Insolvenzgesetz 24.522), das es Unternehmen, die zahlungsunfähig sind oder deren Zahlungsunfähigkeit absehbar ist, ermöglicht, ihre Verbindlichkeiten zu reorganisieren und ihre geschäftlichen Aktivitäten fortzusetzen. Durch dieses Verfahren sucht das Unternehmen eine Einigung mit seinen Gläubigern, um seine Schulden umzustrukturieren und die vollständige Liquidation seiner Vermögenswerte zu vermeiden.

Die Auswirkungen des Konsumrückgangs

Der Lebensmittel- und Getränkesektor gehört zu den am stärksten von der Wirtschaftsabkühlung betroffenen Branchen. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete das Steueraufkommen einen realen Rückgang von 7,1 % im Vergleich zur Inflation, und Schlüsselsektoren wie der Automobilmarkt meldeten einen jährlichen Rückgang von rund 9,9 % bei den Zulassungen. Diese wirtschaftliche Verlangsamung spiegelt sich in einer geringeren Kaufkraft der Haushalte wider, was sich direkt auf die Nachfrage nach Massenkonsumgütern auswirkt.

Das Getränkeunternehmen vertraut darauf, dass es durch den Reorganisationsprozess seine Schulden neu verhandeln, seine Betriebskosten optimieren und seine Präsenz auf dem argentinischen Markt erhalten kann. So möchte es einen großen Teil der Arbeitsplätze sichern, die es in seinen sieben Jahrzehnten des Bestehens geschaffen hat.

Quellen: Infobae, iProfesional, Canal 26
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