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Tragödie in Spanien: 11 Tote bei verheerendem Waldbrand in Andalusien

10/07/2026 03:50 - Internacionales

Laut spanischen Medien wie El País und La Voz brach am Donnerstag, den 9. Juli 2026, im Ort Los Gallardos in der Provinz Almería ein extrem schwerer Waldbrand aus. Der Vorfall forderte eine tragische Bilanz, die als die tödlichste in der Geschichte Andalusiens (der bevölkerungsreichsten autonomen Gemeinschaft im Süden Spaniens) gilt.

Opfer und Evakuierte

Die Junta de Andalucía (die Regionalregierung) korrigierte die vorläufige Bilanz der Nacht und bezifferte die Zahl der Todesopfer auf 11 Personen, wenngleich dies vorerst eine provisorische Zahl bleibt. Quellen der Regierungsdelegation wiesen darauf hin, dass mehrere Opfer tot in verkohlten Fahrzeugen in einem Weiler der Nachbargemeinde Bédar gefunden wurden.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Evakuierung von rund 1.000 Personen aus den Orten Almocáizar, Fuente del Albarico, Los Pinos, La Serena, el Pinar de Bédar sowie aus Wohnsiedlungen wie Parque Botánico und Los Flamingos angeordnet. Mindestens zwei Schwerverletzte wurden gemeldet: eine Frau mit Verbrennungen und eine weitere Person mit Rauchvergiftung, die beide ins Krankenhaus Torrecárdenas gebracht wurden.

Daten des Unglücks
  • Datum: 9. Juli 2026
  • Ort: Los Gallardos, Almería
  • Tote: 11 (vorläufig)
  • Evakuierte: 1.000
  • Phase: Notlage 2

Löschmaßnahmen und Ursachen

Der Minister für Präsidentschaft, Gesundheit und Notfälle von Andalusien, Antonio Sanz, erklärte, dass es sich um den folgenschwersten Brand in der autonomen Gemeinschaft handelt. Um das Feuer zu bekämpfen, wurden rund 150 Einsatzkräfte des Infoca-Plans (der spezielle andalusische Waldbrandplan) sowie fünf Feuerwehrautos und die Unidad Militar de Emergencias (UME, die spanische Militäreinheit für Notfälle) eingesetzt. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez und der Präsident der andalusischen Regierung, Juanma Moreno, sprachen ihr Beileid aus und bezeichneten die Situation als beispiellose Tragödie.

Obwohl die offizielle Ursache noch untersucht wird, meldeten Zeugen beim Notruf (112) den Sturz eines Stromkabels in der Nähe der Straße N-340, das die Flammen möglicherweise ausgelöst hat. Die Autobahn A-7 (eine wichtige Küstenautobahn am Mittelmeer, zwischen den Kilometern 709 und 714) und die N-340A bleiben für den Verkehr gesperrt.

Weitere Brandherde in Málaga und Córdoba

Das Unglück in Almería war nicht das einzige. In Estepona (Málaga), einer Küstenstadt an der berühmten Costa del Sol, brach ein weiterer Brand in einem bewaldeten Gebiet aus, der zur vorsorglichen Evakuierung von rund hundert Anwohnern der Siedlung Parque Botánico Country Club führte. Für diese Zone wurden mehr als 100 Fachleute und 13 Luftfahrzeuge eingesetzt.

Auch in der Provinz Córdoba unterbrach ein in einem Straßengraben der alten N-IV-Straße entstandenes Feuer am Donnerstagabend den Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Madrid und Andalusien. Laut Adif (dem staatlichen spanischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen) war das Feuer gegen 21 Uhr gelöscht und der Zugverkehr wurde schrittweise wiederhergestellt.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga