25/06/2026 22:38 - Internacionales
Die Erzbischofin von Canterbury, Sarah Mullally, hat öffentlich das Ende der israelischen Besetzung Palästinas gefordert. Dies geschah nach Abschluss eines fünftägigen Pastoralbesuchs in der Region. In einem gemeinsamen Brief mit Hosam Naoum, dem anglikanischen Erzbischof von Jerusalem, rief sie Anglikaner weltweit dazu auf, Politiker zu drängen, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um einen glaubwürdigen Weg zur Beendigung der Besetzung zu schaffen".
Das Dokument, veröffentlicht am 25. Juni 2026, betont, dass diese Lösung zu einem lebensfähigen palästinensischen Staat führen muss, der es Israelis und Palästinensern ermöglicht, "in Frieden, Würde und Sicherheit zu leben". Außerdem wird vorgeschlagen, dass der Status Jerusalems durch Verhandlungen als geteilte Hauptstadt bestimmt werden soll.
Während ihrer Pilgerreise konnte Mullally aus erster Hand die "immensen Schwierigkeiten" erleben, mit denen Palästinenser konfrontiert sind:
Olivenbäume sind ein Symbol der tiefen Wurzeln der palästinensischen Christen in diesem Land.
Der Brief beschreibt drei unterschiedliche Realitäten:
In Israel:
Eine Gesellschaft und Politik, die nach den schrecklichen Angriffen vom 7. Oktober transformiert wurden.
Im Westjordanland:
Unkontrollierte Siedlergewalt, Zwangsumsiedlung, systematische Diskriminierung und Ausweitung von Kontrollpunkten. "Die Annexion findet bereits de facto statt", warnten sie.
In Gaza:
Das Gesundheitssystem befindet sich im "katastrophalen Zusammenbruch". Die internationale Gemeinschaft hat eine moralische Verantwortung, das Leiden zu lindern.
Mullally predigte in der Kirche St. Peter in Birzeit im Westjordanland, wo sie erwähnte, dass Jesus unter fremder Besatzung lebte, und zog damit eine historische Parallele zur aktuellen Situation der Palästinenser.
Die religiösen Führer äußerten Besorgnis über die Zukunft der palästinensischen christlichen Präsenz im Heiligen Land, die bis zu den Zeiten Jesu zurückreicht. "Wenn viele palästinensische Christen gehen, sind die Olivenbäume ein Symbol ihrer tiefen Wurzeln in diesem Land", sagte Mullally.
Wichtige Information: Die Generalsynode der Church of England wird nächsten Monat über einen Antrag zur Überprüfung der Investitionspolitik in der Region debattieren. Die Bischöfin von Chelmsford, Guli Francis-Dehqani, sagte, dass die Debatte über "Gerechtigkeit und menschliche Würde für alle" handeln wird.
Die militärische Besatzung bezieht sich auf die effektive Kontrolle eines Territoriums durch ausländische Streitkräfte ohne legitime Souveränität darüber. Das Westjordanland steht seit 1967 unter israelischer Besatzung. Nach dem Völkerrecht sind Siedlungen von Kolonisten in besetzten Gebieten illegal.
Quelle: The Guardian
Alfredo S. Quiroga