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Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenstillstand im Libanon

19/06/2026 13:23 - Internacionales

Columna de humo elevándose sobre una zona urbana en el sur del Líbano tras bombardeo israelí, con edificios residenciales dañados y vehículos de emergencia en la escena

Waffenstillstandsabkommen verkündet, während Angriffe fortgesetzt werden

Israel und die Hisbollah haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt, der sofort in Kraft trat. Dies erklärte ein US-Beamter am Freitag, den 19. Juni 2026, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Waffenruhe wurde von amerikanischen und katarischen Vermittlern nach intensiven Gesprächen mit beiden Parteien ausgehandelt.

Die Ankunft erfolgte in einem Kontext extremer Spannungen: Israelische Angriffe im Südlibanon forderten nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in den frühen Morgenstunden des Freitags mindestens 18 Tote und 33 Verletzte. Dies ist die höchste Zahl an Opfern seit der Ankündigung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran am 17. Juni.

Zegleich bestätigte die israelische Armee den Tod von vieren israelischen Soldaten bei Operationen im Südlibanon, darunter Oberstleutnant Dor Gedalia Ben Simhon. Dies sind die ersten israelischen Militäropfer nach der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen Washington und Teheran.

Angriffe trotz Waffenruhe

  • Harouf: 7 Tote und 10 Verletzte (tödlichster Angriff)
  • Doueir: 3 Tote
  • Al Sharqiyah: 3 Tote (inklusive Mitglied der Zivilverteidigung)
  • Al Qatrani und Jesbshit: je 2 Tote
  • Al Abbasiya: 1 Toter

Quelle: Libanesisches Gesundheitsministerium

Konträre Positionen

Itamar Ben Gvir (israelischer Minister für Nationale Sicherheit): „Der ganze Libanon muss brennen. Für jede Träne einer israelischen Mutter sollen tausend libanesische Mütter weinen.“

Abbas Araqchi (iranischer Außenminister): „Israel stellt eine Bedrohung für die gesamte Menschheit dar. Sein einziges Interesse ist der permanente Krieg.“

Verschobenung der technischen Verhandlungen in der Schweiz

Das Schweizer Außenministerium bestätigte die unbegrenzte Verschiebung des technischen Treffens zwischen den USA, dem Iran sowie den Vermittlern Katar und Pakistan. Die Zusammenkunft war für Freitag, den 19. Juni, im Touristenkomplex Bürgenstock nahe Luzern geplant.

Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem US-Vizepräsident JD Vance seine Reise abgesagt hatte. „Die Schweiz bleibt bereit, diese Gespräche zu erleichtern. Die entsprechenden Vorbereitungen laufen weiter“, hieß es in der offiziellen Mitteilung.

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus

Nach der im Memorandum vereinbarten Wiedereröffnung meldete die Schiffsverfolgungsplattform AXSMarine für Donnerstag, den 18. Juni, 25 verifizierte Passagefahrten von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus – die höchste Tageszahl seit dem 18. April.

Vor dem Krieg passierten täglich etwa 120 Schiffe diese strategische Route. Derzeit sind über 500 Handelsschiffe mit etwa 11.000 Seeleuten an Bord im Golf blockiert, wie die Internationale Seeschifffahrts-Organisation berichtet.

Kontext des Konflikts

• Konfliktbeginn: 28.02.2026

• Bestätigte Todesopfer: über 3.700

• Rahmenabkommen: 14 Punkte

• Wiederaufbaufonds: 300 Mrd. USD

Hisbollah reagiert

Die schiitische libanesische Organisation bekannte sich zu zwei Angriffen auf israelische Truppen, die im Südlibanon vorzurücken versuchten. Die Gruppe warf Israel „wiederholte Verstöße gegen den Waffenstillstand“ vor.

Iran und seine „roten Linien“

Der iranische Unterhändler Mohamad Baqer Qalibaf warnte, dass alle Verhandlungen mit den USA durch Teherans „rote Linien“ begrenzt seien: „Wenn der Feind versucht, diese zu überschreiten, zögern wir nicht, eine vernichtende Antwort zu geben.“

Interne Unterdrückung im Iran

In einem Kontext interner Spannungen wurde die iranische Sängerin Parastoo Ahmadi zu 74 Peitschenhieben sowie einem zweijährigen Reiseverbot und Berufsverbot verurteilt, weil sie bei einem im Dezember 2024 auf YouTube übertragenen Konzert ohne Schleier auftrat. Acht Mitglieder ihrer Band erhielten dasselbe Urteil.

Das Strafgericht der Provinz Qom argumentierte, die Gruppe habe „vulgäre und unsittliche Inhalte“ verbreitet. Das Konzert verzeichnete fast 3 Millionen Aufrufe auf YouTube.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga