19/06/2026 15:37 - Politica
Jóvenes adultos participando en una sesión de concejo deliberante, ambiente institucional con bandera argentina, estilo fotoperiodismo profesional
Am 18. Juni 2026 reichte die Partei La Libertad Avanza (LLA) unter der Führung von Javier Milei einen Gesetzentwurf ein, der das politische System der Provinz Buenos Aires modernisieren soll. Der Vorschlag, getragen vom Abgeordneten Pablo Morillo, zielt darauf ab, das Mindestalter für das Amt des Concejal (Gemeinderat/Ratsmitglied) von bisher 25 auf 18 Jahre zu senken.
Präsentiert wurde die Initiative von Sebastián Pareja, dem Provinzvorsitzenden der Partei, und der Abgeordneten Geraldine Calvella während einer speziellen Veranstaltung, an der Aktivisten aus den 135 Gemeinden (Municipios) der Provinz teilnahmen.
Für Außenstehende ist es wichtig zu verstehen, dass ein Concejal das Äquivalent zu einem deutschen Stadtrat oder Mitglied des Gemeinderats ist. Diese Personen sind für lokale Verordnungen und die Verwaltung der Städte zuständig. Das Besondere an der aktuellen Situation in der Provinz Buenos Aires ist eine historische Anomalie: Während man in der benachbarten autonomen Stadt Buenos Aires (CABA) oder im nationalen Parlament bereits mit 18 Jahren gewählt werden kann, verlangte die Provinz bisher ein Alter von 25 Jahren.
| Situation Status Quo | Vorschlag von LLA |
|---|---|
| Mindestalter: 25 Jahre | Mindestalter: 18 Jahre |
| Regelung seit 1889 | Anpassung an nationale Standards |
| Wahlrecht ab 16 (optativ) | Passives Wahlrecht ab 18 |
Die Befürworter argumentieren mit der logischen Inkonsistenz der aktuellen Gesetzgebung: Ein 18-Jähriger darf wählen, arbeiten, Steuern zahlen und sogar Bundesabgeordneter werden, darf aber in der Provinz Buenos Aires kein lokales Ratsmandat übernehmen.
"Wir glauben nicht an eine Politik, die von oben herab mit Jugendlichen spricht, sondern an eine, die ihnen die Tür öffnet, damit sie entscheiden, konkurrieren und ihre Nachbarn vertreten können."
Morillo betonte, dass der Vorschlag keine garantierten Posten schafft, sondern lediglich die Rechte erweitert, damit junge Menschen fair mitbewerben können.
Dieser Vorschlag passt in die Strategie der Regierungspartei, ihre Basis unter jungen Wählern zu stärken, eine Gruppe, die Milei bei den letzten Wahlen stark unterstützt hat. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, käme es rechtzeitig zu den kommunalen Wahlen im Jahr 2027 zur Anwendung.
Ein interessanter historischer Fakt: Im Jahr 2013 hatte die Provinzlegislative bereits beschlossen, das Alter auf 21 Jahre zu senken (Gesetz 14.523), doch wurde diese Reform nie vollständig umgesetzt. Der neue Vorschlag geht einen Schritt weiter und fordert die volle Angleichung an 18 Jahre.
Der Gesetzentwurf wird nun im Abgeordnetenhaus der Provinz Buenos Aires behandelt. Er benötigt eine Mehrheit in beiden Kammern. Bei einer Verabschiedung könnten Tausende von jungen Erwachsenen erstmals für lokale Ämter kandidieren.
Quellen: Mendoza Post | Infobae
Alfredo S. Quiroga