19/06/2026 15:29 - Politica
Paisaje desértico con formaciones rocosas típicas del Valle de la Luna (Ischigualasto) en San Juan, Argentina.
Der Gouverneur der Provinz San Juan, Marcelo Orrego, reagierte am Donnerstag mit Entschiedenheit auf den Vorstoß der Nachbarprovinz La Rioja. Diese hatte ein Gesetz eingereicht, um Territorien zu beanspruchen, die historisch zu San Juan gehören. In einer offiziellen Erklärung betonte Orrego: „Unsere Jurisdiktion steht nicht zur Debatte.“
San Juan und La Rioja sind zwei Provinzen im Westen Argentiniens, am Fuße der Anden. Beide Regionen sind für ihre beeindruckenden Landschaften und bedeutenden Rohstoffvorkommen bekannt. Der Streit betrifft Gebiete im Grenzbereich beider Provinzen.
| Provinz | Hauptstadt | Region |
|---|---|---|
| San Juan | San Juan | Cuyo (Westargentinien) |
| La Rioja | La Rioja | Cuyo (Westargentinien) |
Die aktuellen Provinzgrenzen existieren seit dem Jahr 1968 und wurden durch die nationale Gesetzgebung (Ley Nacional N° 18.004) festgelegt. Im Jahr 2014 hat der argentinische Nationalkongress diese Grenzen erneut bestätigt. Orrego machte deutlich, dass eine einzelne Provinz nicht einseitig eine territoriale Abgrenzung ändern kann – dies würde nationale Zustimmung erfordern.
„Die Verfassung ist klar, und selbst das Gesetz von La Rioja erkennt an, dass der Kongress und die Justiz zuständig sind. Mit größtem Respekt vor La Rioja, aber mit dem Gesetz in der Hand – fest und ohne Spekulationen.“, betonte Gouverneur Orrego.
Der Parque Provincial Ischigualasto, weltweit als „Valle de la Luna“ (Tal des Mondes) bekannt, ist eines der bedeutendsten paläontologischen Gebiete der Welt. Seit 2000 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die einzigartige Landschaft mit ihren bizarren Felsformationen zieht Touristen aus aller Welt an und ist ein Symbol der Provinz San Juan.
Das umstrittene Gebiet enthält auch Teile des Bergbauprojekts Vicuña, eines der größten Vorhaben zur Förderung von Kupfer und Gold in der Region.
Die Zuständigkeit über dieses Gebiet entscheidet über zukünftige Einnahmen aus Lizenzgebühren und die Verwaltung der natürlichen Ressourcen.
Orrego rief alle politischen Kräfte in San Juan dazu auf, geschlossen zu handeln und das Provinzgebiet gemeinsam zu verteidigen. Er betonte, dass Territorium, Ressourcen, Zukunft und Symbole wie Ischigualasto nicht in Frage gestellt werden dürfen.
In Argentinien haben Provinzen eine hohe Autonomie, können aber ihre Grenzen nicht eigenmächtig ändern. Solche Konflikte werden auf nationaler Ebene gelöst. Die Bundesverfassung sieht vor, dass territoriale Streitigkeiten zwischen Provinzen vom Nationalkongress entschieden werden müssen.
Quellen: Diario de Cuyo und Tiempo de San Juan.
Alfredo S. Quiroga