18/06/2026 21:23 - Economia
Un barco de carga navegando por un río con instalaciones portuarias y campos de cultivo en los costados.
Die Regierung von Javier Milei hat die Vergabe der Konzession für die Hidrovía an das Unternehmen Jan De Nul-Servimagnus abgeschlossen. Dies markiert das Ende der staatlichen Verwaltung dieser lebenswichtigen Transportroute. Die Resolution 2026-36-APN-ANPYN#MEC legt fest, dass die belgische Gesellschaft das System für die nächsten 25 Jahre betreiben wird, ohne staatliche Garantien.
Die Hidrovía oder Vía Navegable Troncal ist eine 1.635 Kilometer lange Route, die die wichtigsten Häfen im argentinischen Litoral mit dem Atlantik verbindet. Über diese Wasserstraße werden 80% der argentinischen Exporte transportiert, hauptsächlich Getreide und Derivate. Ihre Effizienz ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten agroindustriellen Sektors.
Der Prozess war nicht frei von Kontroversen. Der Unternehmensverband CIARA-CEC, der die Ölmühlenindustrie vertritt, sandte einen Brief an den Wirtschaftsminister Luis Caputo, um eine Entscheidung zu fordern und die Befreiung von der Mehrwertsteuer für die Baggerschiff-Unternehmen zu beantragen.
Das konkurrierende Unternehmen DEME, das den zweiten Platz in der Ausschreibung belegte, sandte ebenfalls einen Brief mit einer zusätzlichen Tarifsenkung von 17,4%, was eine Ersparnis von mindestens USD 2.500 Millionen über 25 Jahre bedeuten würde. DEME betonte seine Verbindungen zu den USA und argumentierte, dass seine Beauftragung die bilateralen Beziehungen stärken würde.
Was ist die Hidrovía? Ein System schiffbarer Wasserwege, das den Transport von Waren zu niedrigen Kosten ermöglicht. In Argentinien ist die Vía Navegable Troncal die Hauptader für die Ausfuhren von Soja, Mais und Weizen. Sie verbindet die Binnenhäfen (Rosario, San Martín) mit dem Atlantik.
Warum ist das relevant? Die Privatisierung zielt auf Effizienz und Modernisierung. Die Regierung argumentiert, dass Privatmanagement Investitionen bringen und Kosten senken wird. Kritiker bemängeln den Verlust staatlicher Kontrolle über eine strategische Ressource und weisen auf den Druck aus der Industrie hin.
Nächste Schritte: Die Vertragsunterzeichnung ist innerhalb von maximal 30 Tagen geplant. Der Staat behält die Kontrollfunktion, Betrieb und Wartung gehen an private Hände über.
Alfredo S. Quiroga