Ein Rennen mit bitterem Nachgeschmack in Zandvoort
Am Sonntag, den 23. August 2026, erlebte Franco Colapinto eine Achterbahn der Gefühle beim Großen Preis der Niederlande auf der Rennstrecke von Zandvoort. Der argentinische Alpine-Pilot startete vom 14. Platz und legte einen der besten Starts des Jahres hin, kletterte bis auf Platz 10 (Punkteränge). Doch die Freude währte nur kurz: Ein Manöver unter gelber Flagge nach dem Unfall von Max Verstappen in der ersten Runde brachte ihm eine Strafe ein, die ihn ans Ende des Feldes zurückwarf.
Die FIA belegte ihn mit einem Drive-through (Boxendurchfahrt ohne Anhalten) und anschließend mit einer weiteren Strafe von 10 Sekunden, was ihn auf den 20. Platz zurückversetzte. Von dort kämpfte sich Colapinto wieder nach vorne und überquerte die Ziellinie als 14. – ohne Punkte, aber mit solider Rennpace. „Das hat mich das ganze Rennen gekostet. Ich hatte einen großartigen Start, den besten des Jahres. Es ist schade, wie es geendet hat“, sagte der Argentinier sichtlich verärgert.
Die Strafen, die die Geschichte veränderten
Der Vorfall ereignete sich, als der vierfache Weltmeister Max Verstappen in Kurve 14 die Kontrolle über seinen Red Bull verlor – ausgelöst durch die nassen Bedingungen nach vorangegangenem Regen. Der Unfall verursachte eine rote Flagge; bei der Wiederaufnahme überholte Colapinto Yuki Tsunoda in einer Zone, in der immer noch gelbe Flaggen geschwenkt wurden. Die Rennkommissare werteten das Manöver als gefährlich und sprachen die Strafe aus.
Der Teamchef von Alpine, Flavio Briatore, bezeichnete die Strafe als „hart und streng“ und betonte, dass der Fahrer aus dieser Erfahrung lernen müsse. „Es war ziemlich ungerecht“, meinte Colapinto, der zusätzlich 3 Punkte auf seine Superlizenz erhielt (insgesamt nun 4).
Die Revanche in Monza
Nach dem schwierigen Wochenende in den Niederlanden hat die Formel 1 nun zwei Wochen Pause, bevor es nach Italien zum Großen Preis von Monza geht – einer der historischsten Kurse im Kalender. Die große Neuigkeit für Colapinto: Alpine wird an seinem Auto das Aerodynamik-Paket einsetzen, das in Zandvoort nur sein Teamkollege Pierre Gasly erhielt.
Der aktualisierte A526 zeigte in den Händen des Franzosen vielversprechende Leistungen – er holte Punkte (8. im Sprint und 10. im Rennen). Mit diesen Verbesserungen hofft der Argentinier auf den Sprung in die Top 10.
Monza, auch „Tempel der Geschwindigkeit“ genannt, ist bekannt für seine langen Geraden und die berühmte Parabolica-Kurve. Für Colapinto ist es eine Chance, nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Rennen wieder in die Punkteränge zu fahren.
Zeitplan des Großen Preises von Italien
| Tag | Sitzung | Uhrzeit (Argentinien) |
|---|---|---|
| Freitag, 4. September | Freies Training 1 | 7:30 - 8:30 |
| Freitag, 4. September | Freies Training 2 | 11:00 - 12:00 |
| Samstag, 5. September | Freies Training 3 | 7:00 - 8:00 |
| Samstag, 5. September | Qualifying | 14:00 - 15:00 |
| Sonntag, 6. September | Rennen | 10:00 |
Hinweis: Alle Zeiten sind in argentinischer Ortszeit (UTC-3) angegeben.
Saisonüberblick 2026: Colapintos Ergebnisse
Der Argentinier hat in dieser Saison bereits 19 Rennen bestritten, mit einem bemerkenswerten 6. Platz in Kanada und einem 7. in Miami. Hier seine Ergebnisse im Überblick:
- Australien: 14.
- China: 10. (Sprint: 14.)
- Japan: 16.
- Miami: 7. (Sprint: 10.)
- Kanada: 6. (Sprint: 9.)
- Monaco: 15.
- Spanien: 10. (nachträglich klassifiziert)
- Österreich: 15.
- Großbritannien: 9. (Sprint: 12.)
- Belgien: 10.
- Ungarn: 15.
- Niederlande: 14. (Sprint: 12.)
In der Fahrerwertung hat Colapinto 19 Punkte und belegt Platz 12, während Gasly 43 Punkte hat und Zehnter ist. Bei den Konstrukteuren liegt Alpine mit 62 Zählern auf Rang 6, nur 3 Punkte hinter Racing Bulls.
Der Kalender 2026 umfasst insgesamt 24 Grands Prix und 6 Sprintrennen – die Saison ist also noch lang, und Colapinto hat alle Chancen, sich weiter zu verbessern.