14/07/2026 21:03 - Economia
Das Nationale Institut für Statistik und Volkszählung (INDEC) gab bekannt, dass der Verbraucherpreisindex (IPC) im Juni 2026 bei 1,9% monatlich lag. Diese Zahl markiert einen positiven Meilenstein, da es das erste Mal seit 10 Monaten ist, dass die Inflation die 2%-Marke unterschreitet. Dies wurde von der Nationalregierung gefeiert.
Die Nachricht bringt Erleichterung für die argentinischen Haushalte. Die Verlangsamung der Preise begann sich im April abzuzeichnen (mit 2,6%), sank im Mai auf 2,1% und konsolidierte diesen Abwärtstrend schließlich im Juni. Im Jahr 2026 summiert sich die Inflation auf einen Anstieg von 16,8%, während sie im Jahresvergleich 33,5% erreicht.
Die Ankündigung des INDEC wurde von weiteren sehr günstigen wirtschaftlichen Signalen begleitet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bekräftigte seine Unterstützung für das argentinische Wirtschaftsprogramm und bestätigte den Besuch seiner geschäftsführenden Direktorin, Kristalina Georgieva, für den 27. Juli 2026.
Darüber hinaus setzte der Länderrisiko-Spread (Riesgo País) seinen abwärts gerichteten Trend fort und lag nach der pünktlichen Zahlung der fälligen Schulden bei rund 403 Basispunkten. Der Wirtschaftsminister, Luis Caputo, versicherte, dass die lokale Finanzierung zur Deckung der Verpflichtungen für 2026 und 2027 bereits garantiert ist, ohne dass neue Emissionen auf den internationalen Märkten erforderlich sind.
Der Markt hatte mit seinen Prognosen ins Schwarze getroffen. Firmen wie Equilibra, Eco Go, Outlier und C&T sagten 1,9% voraus. Analytica war mit 1,8% etwas optimistischer, während die Markterwartungsumfrage (REM) der Zentralbank 2% prognostiziert hatte. Die vorläufigen Daten der Stadt Buenos Aires (1,8%) hatten bereits als gutes Thermometer für das, was kommen würde, gedient.
Die Preisentlastung machte sich in mehreren Bereichen bemerkbar, obwohl einige Sektoren die üblichen Anpassungen der Wirtschaftsdynamik zeigten:
Von der Regierung aus hatte der Leiter des Wirtschaftsministeriums, Luis Caputo, vorab erklärt, dass sich die Dynamik weiter verbessern würde: Die Leute können beruhigt sein, denn die Inflation wird weiter sinken. Der Präsidentssprecher Adrián Ravier feierte seinerseits die Entwicklung der Indikatoren während seiner Pressekonferenz und bestätigte, dass die Prognosen für die Zukunft vielversprechend bleiben, mit dem Ziel, bis zum Horizont 2028 einen einstelligen Wert zu erreichen.
Alfredo S. Quiroga