13/07/2026 21:49 - Economia
Laut Berichten von La Voz und La Nación verzeichnete der Devisenmarkt an diesem Montag, den 13. Juli 2026, eine relative Ruhe beim offiziellen Dollar, während der Parallelmarkt in verschiedenen Teilen des Landes Preisanstiege verzeichnete. Die Banco Central de la República Argentina (BCRA) – die argentinische Zentralbank – überwacht die Situation weiterhin mit einer robusten finanziellen Deckung.
Für ausländische Leser ist es wichtig zu verstehen, dass es in Argentinien verschiedene legale Wege gibt, um an US-Dollar zu gelangen, ohne den offiziellen Bankenkurs zu nutzen. Diese sogenannten Finanz-Dollar entstehen durch Wertpapiergeschäfte an der Börse:
Der Markt bewegt sich in einem Umfeld moderaten Optimismus. Prognosen von Beratungsgesellschaften zufolge könnte die Inflation im Juni 2026 in der Stadt Buenos Aires bei etwa 1,8 % liegen, was die Erwartungen einer Preisstabilisierung stärkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,5 % für Argentinien.
Um die Wechselkursstabilität zu gewährleisten und den Druck auf den Wert der Währung zu begrenzen, verfügt die BCRA Berichten zufolge über einen Schutzmechanismus, der eine finanzielle Deckung von schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar umfasst. Das Ziel sei es, den offiziellen Dollar nahe bei $1.500 zu halten. Darüber hinaus habe die Regierung Schulden in Höhe von 4,2 Milliarden US-Dollar beglichen und bereite sich darauf vor, am 15. Juli 2026 die Anleihe Bonar 2029 über einen Betrag von 2 Milliarden US-Dollar aufzulegen.
Der Dólar Blue ist die inoffizielle Version der US-Währung in Argentinien. Er wird auf dem Parallelmarkt gehandelt, durch sogenannte Cuevas (Höhlen, ein Slang-Begriff für illegale Wechselstuben) und Geldwechsler, die außerhalb der Regulierung der Zentralbank agieren. Der Kurs ist oft in Städten des Landesinneren, wie Córdoba, etwas höher als in der Hauptstadt Buenos Aires. Er fungiert als eine Art Thermometer für die wirtschaftlichen Erwartungen und Unsicherheiten der argentinischen Bevölkerung.
Alfredo S. Quiroga