13/07/2026 16:00 - Judiciales
Das Urteil im paraguayischen Gericht könnte am 13. Juli 2026 fallen.
Das Tribunal Especializado en Delitos Económicos y Anticorrupción de Asunción (Spezialgericht für Wirtschaftsdelikte und Korruptionsbekämpfung in Asunción) bereitet sich auf eine wichtige Entscheidung vor. An diesem Montag, dem 13. Juli 2026, könnte das Urteil gegen den ehemaligen argentinischen Senator Edgardo Kueider und seine Partnerin Iara Guinsel wegen versuchten Schmuggels verkündet werden.
Der Fall begann am 4. Dezember 2024, als die beiden an der Grenze zwischen Foz do Iguaçu (Brasilien) und Ciudad del Este (Paraguay) festgenommen wurden. Bei der Festnahme wurden in ihrem Besitz mehr als 200.000 US-Dollar sowie paraguayische Guaraníes und argentinische Pesos gefunden, die nicht bei der Zollbehörde angemeldet waren.
Die Region um Ciudad del Este und das Dreiländereck (Argentinien, Brasilien, Paraguay) ist für ihren regen Handel bekannt. Die Vorschriften für die Geldmitnahme über Grenzen sind streng, weshalb nicht angemeldete Summen schnell zu Schmuggelvorwürfen führen.
Die paraguayische Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten gefordert. Die Höchststrafe für versuchten Schmuggel in diesem Fall beträgt zweieinhalb Jahre. Seit etwa eineinhalb Jahren befinden sich Kueider und Guinsel unter Hausarrest in Paraguay, während sie auf den Abschluss des Verfahrens warten.
Die juristische Situation des ehemaligen Parlamentariers erstreckt sich auch auf sein Heimatland. In Argentinien wird er wegen mutmaßlicher Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Kauf von sechs Wohnungen in Asunción sowie wegen unrechtmäßiger Bereicherung in den argentinischen Städten Concordia (Provinz Entre Ríos) und San Isidro (Provinz Buenos Aires) strafrechtlich verfolgt.
Obwohl die Regierung Paraguays die Auslieferung Kueiders an Argentinien bereits genehmigt hat, hängt der tatsächliche Transfer von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Argentiniens ab, der den letzten Schritt im Auslieferungsverfahren darstellt.
Quellen deuten auf positive Fortschritte in der justiziellen Zusammenarbeit beider Länder hin. Weitere Details zu diesem Fall finden Sie auf Imago.com.ar.
Alfredo S. Quiroga