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Rentenreform in Argentinien: Generalstreik und Protestmarsch für den 15. Juli

11/07/2026 16:09 - Politica

Ein entscheidender Tag für die Zukunft der Renten in Entre Ríos

Am kommenden Mittwoch, den 15. Juli 2026, bereitet sich die argentinische Provinz Entre Ríos auf einen Tag intensiver gewerkschaftlicher und legislativer Aktivitäten vor. Die Multisektoriale Verteidigung des Rentensystems hat zu einem Streik und Protestmarsch aufgerufen, der vor dem Regierungssitz (Casa de Gobierno) in der Provinzhauptstadt Paraná enden wird. Zeitgleich wird der Provinzsenat um 9:30 Uhr zu einer Sondersitzung zusammentreten, um über die umstrittene Reform zu debattieren.

Hintergrund des Protests

Aktive Arbeitnehmer, Rentner und Gewerkschaften lehnen das von der Provinzregierung (Exekutive) vorangetriebene Reformprojekt des Gesetzes 8.732 ab. Dieses Gesetz regelt das provinzielle Rentensystem. Die Kritiker der Multisektorialen bemängeln insbesondere die geplanten Verschärfungen bei den Rentenaltergrenzen, den Beitragsjahren und der Berechnung der Rentenzahlungen.

Was schlagen die diskutierten Berichte vor?

Die Beratungen in den Ausschüssen des Senats zeigten Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen der Regierungskoalition (PRO-UCR-LLA) und der Peronistischen Partei (PJ). Beide Lager präsentierten Vorschläge zur Reform des Systems, die sich jedoch in Details unterscheiden. Für ausländische Leser ist wichtig zu wissen, dass in Argentinien Rentensysteme oft auf Provinzebene verwaltet werden, getrennt von der nationalen Sozialversicherung.

Aspekt der Reform Vorschlag der Regierung Vorschlag der Peronisten (PJ)
Rentenalter (Frauen / Männer) 60 und 65 Jahre 60 und 65 Jahre (für neue Arbeitnehmer)
Beitragsjahre 35 Jahre 35 Jahre (für neue Arbeitnehmer)
Berechnung der Anfangsrente Durchschnitt der letzten 15 Jahre Regressive Änderungen für Neueinsteiger
Hinterbliebenenrenten Reduzierung von 75% auf 70% Reduzierung von 75% auf 70%
Sonderregelung für Lehrer Anhebung von Alter und Beitragsjahren Alter 57/59 Jahre, 30 Beitragsjahre (20 im Klassenzimmer)*

*Hinweis: Der PJ-Senator Juan Pablo Cosso legte einen neuen Formulierungsvorschlag vor, der die Anforderungen für Lehrer auf 52 Jahre (Frauen) und 54 Jahre (Männer) bei 25 Beitragsjahren ändert, sowie 45 Jahre für Sonderpädagogik bei 20 Beitragsjahren, was der aktuellen Gesetzgebung näher kommt.

Die Haltung der Lehrergewerkschaft (Agmer)

Trotz der vom PJ-Block vorgestellten Änderungen erklärte der Generalsekretär der Lehrergewerkschaft Agmer, Abel Antivero, unmissverständlich, dass die Ablehnung des Gewerkschafts "weiterhin aufrechterhalten" bleibt. Antivero warf den Gesetzgebern vor, den parlamentarischen Kalender strategisch während der Schulferien geplant zu haben, um die Proteste zu schwächen. "Für uns waren beide Berichte nichts weiter als Projekte, die Kürzungen und einen Plan zur Verarmung bedeuten", bekräftigte der Gewerkschaftsführer. Er erneuerte die Parole "Das Gesetz 8732 wird nicht angetastet" und rief zu einer massiven Mobilisierung an diesem Mittwoch auf.

Protest gegen den "Rentennotstand"

Die Multisektoriale hat zudem ihre Besorgnis über die im Projekt enthaltene Erklärung eines zweijährigen Rentennotstands geäußert. Diese Maßnahme würde dem Gouverneur und dem Präsidenten der Rentenkasse besondere Befugnisse einräumen. Die Demonstranten befürchten, dass dies willkürliche Entscheidungen und Kürzungen bei Erwerbsminderungsrenten ermöglichen, die historische mobile Quote von 82% beeinträchtigen und eine "verdeckte Harmonisierung" mit dem nationalen Rentensystem fördern könnte.

Quellen: Elonce, Prensa Obrera, El Heraldo.

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