09/07/2026 04:20 - Economia
In einem strategischen Schritt zur Stärkung der nationalen Wirtschaft meisterte Argentinien am 8. Juli 2026 eine entscheidende Schuldenfälligkeit, ohne seine Finanzen zu destabilisieren. Die Zentralbank der Republik Argentinien (Banco Central de la República Argentina, BCRA) zahlte 2,5 Milliarden USD für globale Anleihen (Globales) zurück und bewies damit eine solide Zahlungsfähigkeit und Planung. Für ausländische Beobachter ist wichtig zu wissen, dass die 'Globales' in Fremdwährung begebene Staatsanleihen sind, die Argentiniens Zugang zum internationalen Kapitalmarkt symbolisieren.
Die internationalen Währungsreserven des BCRA verzeichneten einen leichten Rückgang und schlossen am Mittwoch bei 48,722 Milliarden USD. Zuvor hatten sie am 7. Juli 2026 mit 49,536 Milliarden USD ihren höchsten Stand seit September 2019 erreicht. Dieser Rückgang um etwa 814 Millionen USD fiel deutlich geringer aus als der ausgezahlte Betrag, was auf die Zuführung von Devisen aus früheren Finanzabkommen zurückzuführen ist.
Um die Auswirkungen abzumildern, offizielle die Regierung Kredite über 3,2 Milliarden USD mit internationalen Banken. BBVA und Santender stellten 2,0 Milliarden USD mit Garantien der IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) bereit, während die Deutsche Bank 1,2 Milliarden USD gewährte, teilweise abgesichert durch die IDB (Interamerikanische Entwicklungsbank). Der Wirtschaftsminister Luis Caputo betonte, dass es sich um eine Umschuldung zu günstigeren Konditionen handelt, wodurch ein erheblicher Abfluss der Reserven verhindert wurde.
Die nächste Herausforderung wird die Zahlung der sogenannten Bonares sein, die für Montag, den 13. Juli 2026 ansteht. Dabei handelt es sich um im Inland begebene Anleihen in US-Dollar. Insgesamt beläuft sich die Verbindlichkeit aus beiden Fälligkeiten auf 4,3 Milliarden USD. Der Markt geht davon aus, dass diese Zahlungen ebenfalls durch die bereits eingegangenen Kredite gedeckt sein werden.
Gleichzeitig verzeichnete der BCRA 124 aufeinanderfolgende Tage mit Käufen am Devisenmarkt, wobei am Mittwoch 34 Millionen USD erworben und im bisherigen Jahresverlauf 2026 insgesamt 11,455 Milliarden USD akkumuliert wurden. Dieses ermutigende Panorama wird durch ein Länderrisiko von 405 Basispunkten ergänzt, dem niedrigsten Stand seit 2018. Zudem hält der Internationale Währungsfonds (IWF) trotz eines anspruchsvolleren globalen Umfelds an seiner Wachstumsprognose für Argentinien fest.
Quellen: Infobae und El Cronista
Alfredo S. Quiroga