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Argentinierin sucht verzweifelt nach ihrem Vater nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela

30/06/2026 16:10 - Internacionales

Eine Geschichte der Vaterliebe im Zeichen der Tragödie

Yaya Peñaloza durchlebt Stunden der Qual aus der Ferne – von Argentinien aus, wo sie seit acht Jahren lebt. Sie wartet auf jede Nachricht über ihren Vater, der nach dem Erdbeben der Stärke 7,5 vom 24. Juni 2026 in Venezuela als vermisst gilt. Ihr Vater lebte in La Gabarra, einer Küstenstadt nahe Caracas, und befand sich zum Zeitpunkt des Bebens im gleichnamigen 11-stöckigen Wohngebäude. Das Gebäude stürzte vollständig ein, sein Verbleib bleibt unbekannt.

Hinweis für deutschsprachige Leser: Venezuela befindet sich in Südamerika, nördlich von Brasilien. La Gabarra liegt im Bundesstaat Vargas, nahe der Hauptstadt Caracas, an der Karibikküste. Argentinien hat eine große Gemeinschaft von Venezolanern, die in den letzten Jahren aufgrund der Krise in ihrem Heimatland ausgewandert sind.

Das Drama der Angehörigen und Freiwilligen

In den am stärksten betroffenen Gebieten wie Caracas, La Guaira und La Gabarra werden die Rettungsarbeiten hauptsächlich von Angehörigen, Freiwilligen und Sozialorganisationen durchgeführt. Peñaloza berichtete, dass es einen schweren Mangel an schweren Maschinen und spezialisierten professionellen Teams gibt. Die Helfer vor Ort betonen die dringende Notwendigkeit von spezialisierten Ausrüstungen, um Trümmer sicher zu entfernen.

„Das Entfernen von Trümmern ohne technisches Wissen kann neue Einstürze verursachen und sowohl mögliche Überlebende als auch die Helfer gefährden“, erklärte Peñaloza im Gespräch mit Diario Época. Die humanitäre Lage in Venezuela war bereits vor dem Erdbeben kritisch – das Land kämpft seit Jahren mit einer schweren Wirtschaftskrise, Nahrungsmittelknappheit und einem zusammengebrochenen Gesundheitssystem.

Warnung vor Falschinformationen und Betrug

Peñaloza warnte vor der Verbreitung von unbestätigten Informationen in sozialen Medien, die die Ungewissheit der wartenden Familien vergrößern. Zudem appellierte sie zur Vorsicht bei betrügerischen Spendenaufrufen. Zu den vertrauenswürdigen Hilfsorganisationen gehören:

  • UNHCR (Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen)
  • Rotes Kreuz (Internationale Hilfsorganisation)
  • CAF (Entwicklungsbank Lateinamerikas) – hat Dollar- und Euro-Konten für Spenden eingerichtet

Die Empfehlung: Spenden Sie nur über offizielle Kanäle.

Zahlen zum Erdbeben

Datum24.06.2026
Stärke7,2 und 7,5
Bestätigte Toteüber 1.719
Verletzteüber 5.000
Vermisste50.000–70.000
Betroffene Gebäude855 (189 eingestürzt)
Hilfsländer24
Internationale Hilfe

Argentinien entsandte 26 Militärangehörige, Hundeteams, Ärzte, Wasseraufbereitungsanlagen, Zelte und Küchensets. Über 2.741 Rettungskräfte aus 24 Ländern arbeiten vor Ort, unterstützt von 137 spezialisierten Suchhunden.

Wunderhafte Rettungen geben Hoffnung

Trotz des Ausmaßes der Tragödie finden die Rettungsteams weiterhin Überlebende. Zu den bewegendsten Rettungen gehören ein Vater und Sohn, die nach vier Tagen unter den Trümmern lebend gefunden wurden (durch Teams aus Frankreich und den USA), ein 18 Tage alter Säugling mit seiner Mutter, die nach 32 Stunden gerettet wurden, und Aarón Levi Cantillo Vargas (21 Jahre), der nach 106 Stunden von Teams aus Venezuela, Mexiko und El Salvador gerettet wurde.

Der argentinische Hund Bart, Teil des von Argentinien entsandten Teams, lokalisierte zwei lebende Kinder unter den Trümmern in La Guaira – ein Beweis für den unschätzbaren Wert der Hundeteams bei solchen Einsätzen.

Hintergrund: Die Erdbeben vom 24. Juni 2026 in Venezuela (Stärke 7,2 und 7,5) lösten eine humanitäre Krise ohne Präzedenz aus. La Guaira ist mit 774 beschädigten Gebäuden am stärksten betroffen. Papst Leo XIV. spendete 100.000 Euro, Cáritas España mobilisierte 300.000 Euro und China spendete 100 Millionen Yuan (ca. 14,7 Millionen US-Dollar). Die USA verdoppelten ihre Hilfe auf 300 Millionen Dollar.

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