29/06/2026 03:38 - Actualidad
Mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden von fünf Fischern im Río de la Plata bestätigten die argentinischen Behörden den Fund eines weiteren Leichnams in der Nähe von Punta Indio. Der Körper wurde am Sonntag, den 28. Juni 2026, nach Mittag entdeckt, nachdem intensive Luft- und Wassersuchaktionen in der Region durchgeführt wurden.
Laut offiziellen Sprechern handelt es sich vorläufig um Carlos Kovach, 60 Jahre alt, den Bruder von Claudio Kovach, einem weiteren Besatzungsmitglied des Bootes "Chamigo-Ho", das vor Wochen verschwand.
| 14.06.2026 | Die fünf Fischer brechen vom Camping Hudson zwischen 6:00 und 8:30 Uhr auf |
| 14.06.2026 | Vermisstenanzeige gegen 20:50 Uhr |
| Folgewoche | Fund eines Rucksacks und eines Kraftstoffkanisters in Atalaya |
| 27.06.2026 | Entdeckung der Leiche von Sebastián Romegialli in uruguayischen Gewässern |
| 28.06.2026 | Neuer Fund bei Punta Indio: Carlos Kovach |
Die groß angelegte Suchaktion wird von der argentinischen Küstenwache (Prefectura Naval Argentina), Feuerwehrkräften und verschiedenen Polizeieinheiten koordiniert. Diese durchkämmen verschiedene Abschnitte des Río de la Plata.
Stunden vor dem Fund von Carlos Kovachs Leiche hatte ein Flugzeug der Sicherheitskräfte einen im Wasser treibenden Körper gesichtet. Die herbeigerufenen Boote konnten ihn zunächst nicht lokalisieren. Erst nach intensiverer Suche gelang es den Rettungskräften, den Leichnam zu bergen.
Der Einsatz mit maritimen und luftgestützten Mitteln erstreckte sich von Hudson bis zu den Stränden von Berisso, Ensenada und Magdalena – alles Orte in der Provinz Buenos Aires, südöstlich der Hauptstadt. Die Küstenwache setzte das Flugzeug Papa Alfa 62 ein, das über 110 Kilometer der Küstenlinie überflog.
Tage zuvor wurde auf der uruguayischen Seite des Río de la Plata der leblose Körper von Sebastián Romegialli (50 Jahre) entdeckt. Der Fund geschah etwa 85 Kilometer von Atalaya entfernt, einer Ortschaft im Partido Magdalena.
Die Alarmierung erfolgte durch ein Frachtschiff, das nahe der Küste von Montevideo (Hauptstadt Uruguays) navigierte, als die Besatzung den Körper sichtete. Die uruguayischen Behörden informierten daraufhin ihre argentinischen Kollegen.
Wie Infobae berichtete, wies der Körper von Romegialli zwei übereinstimmende Tätowierungen auf, was die Identifizierung ermöglichte. Die uruguayische Justiz ordnete DNS-Tests zur endgültigen Bestätigung an.
In Atalaya wurden ein Rucksack und ein Kraftstoffkanister geborgen, die Angehörige als zum Boot "Chamigo-Ho" gehörend erkannten. Diese Funde stützten die Hypothese, dass die Strömung das Boot Richtung Süden des Río de la Plata getrieben hatte.
Der Fall wird von der Staatsanwältin Silvina Borrone geleitet, Leiterin der UFI Nr. 4 in Berazategui. Die Ermittlungen laufen weiter, während die Einsatzkräfte nach den vermissten Personen suchen.
Die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Verschwindens waren günstig, sodass ein Sturm als Ursache ausgeschlossen wurde. Die Haupthypothese besagt, dass das Boot von der Strömung in nicht geplante Gebiete abgetrieben sein könnte.
Der Río de la Plata (Silberfluss) ist einer der breitesten Flüsse der Welt mit einer Fläche von ca. 35.000 km². Seine Mündung ist 219 km breit und bildet die natürliche Grenze zwischen Argentinien und Uruguay. Die Strömungen können je nach Wetterbedingungen und Gezeiten stark variieren, was Suchaktionen zu einer enormen Herausforderung macht. An seinen Ufern liegen zwei Hauptstädte: Buenos Aires (Argentinien) und Montevideo (Uruguay).
Alfredo S. Quiroga