24/06/2026 16:42 - Judiciales
Die Gemeinde Groningen im Norden der Niederlande ist in Aufruhr. Ein Ehepaar wurde angeblich von seiner eigenen Tochter ermordet – eine 15-jährige Jugendliche. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 18. Juni 2026 im Familienhaus in Meerstad, einem Wohngebiet nahe Groningen.
Die Opfer wurden als Johan und Mathilda identifiziert, beide 53 Jahre alt. Die Polizei wurde gegen 01:30 Uhr alarmiert und fand die Leichen im Haus. Medienberichte zufolge soll die Verdächtige auch den Familienhund, einen Golden Retriever, verletzt haben.
Die Bürgermeisterin von Groningen, Roelien Kamminga, bezeichnete das Geschehen als eine „tragische Angelegenheit“ und bat die Bevölkerung dringend, keine Bilder des Verbrechens zu verbreiten.
„Diese Bilder helfen niemandem. Bitte denken Sie an die Auswirkungen und geben Sie sie nur an die Polizei weiter.“
Mitschüler der Montessori-Berufsschule Groningen beschrieben die Jugendliche als Anhängerin der sogenannten Therian-Subkultur. Dieser Begriff bezeichnet Menschen, die eine spirituelle oder psychologische Verbindung zu einem oder mehreren Tieren empfinden und sich in einem nicht-physischen Sinne als solche identifizieren.
Berichten zufolge besuchte die Jugendliche die Schule mit Katzenohren, einem Schwanz und Handschuhen, die Tierpfoten ähnelten. Sie soll auch auf allen Vieren durch die Gänge gelaufen sein und tierähnliche Laute von sich gegeben haben. Andere Schüler beschrieben sie als zunehmend isoliert, mit langen Fehlzeiten.
Der Golden Retriever der Familie wurde mit Verletzungen aufgefunden und benötigte tierärztliche Behandlung. Es gibt auch inoffizielle Berichte über einen früheren Vorfall mit einem anderen Haustier, dies wurde jedoch nicht bestätigt.
Die niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen doppeln Mordes. Die Minderjährige darf nur mit ihrem Anwalt Kontakt haben.
Telefonate, Nachrichten und das persönliche Umfeld werden analysiert, um die Stunden vor und nach der Tat zu rekonstruieren.
Die Angehörigen von Johan und Mathilda veröffentlichten eine Erklärung:
„Wir können das Geschehene kaum begreifen. Wir hoffen, dass jeder versteht, dass wir tief betroffen sind. Die Unterstützung und Anteilnahme vieler Menschen tut uns gut und ist tröstlich.“
Nachbarn beschrieben die Familie als „die nettesten Menschen der Welt“ und erwähnten, dass die Familie kurz vor dem Umzug stand, nachdem sie ihr Haus verkauft hatten.
Alfredo S. Quiroga