23/06/2026 16:55 - Sociales
Die Provinz La Pampa, eine weite Ebene im Zentrum Argentiniens, ist Schauplatz einer tiefen Tragödie. Am 22. Juni 2026 verloren vier Frauen ihr Leben, als ihr Fahrzeug in Bajo Giuliano in eine Lagune stürzte. Der Unfall ereignete sich an der Kreuzung der Ruta Provincial 14 und der Ruta Nacional 35, einer wichtigen Verkehrsader des Landes.
Laut den vorliegenden Informationen handelte es sich bei dem Fahrzeug um einen Ford EcoSport, in dem fünf Personen reisten. Die Fahrerin konnte sich retten, doch ihre vier Passagierinnen – allesamt Schwestern – wurden im Inneren des Fahrzeugs eingeschlossen und starben.
Die Behörden untersuchen als Hauptursache die fehlende Beleuchtung an der T-Kreuzung. In der Dunkelheit der argentinischen Pampa ist das Erkennen von Kreuzungen ohne Licht kaum möglich, was zum Absturz in die Lagune führte.
Das Wasser hatte nur 3°C, was jede Überlebenschance im Wasser minimierte und Rettungsarbeiten erschwerte.
Die Reisenden kamen aus der Stadt 25 de Mayo und waren auf dem Weg nach Santa Rosa, der Hauptstadt der Provinz, um einen kranken Verwandten zu besuchen. Was als Akt der Liebe begann, endete in einer der schmerzhaftesten Tragödien des Jahres.
Der Rettungseinsatz wurde von der Policía de La Pampa, Freiwilligen Feuerwehren und dem medizinischen Notdienst (SEM) durchgeführt.
Dieser Unfall wirft ein Licht auf die Sicherheit in der Region. Nur zwei Tage zuvor, am 20. Juni 2026, gab es einen ähnlichen Fall in Baradero (Provinz Buenos Aires), wo drei Menschen starben, als ihr Auto in den Bach Cañada Honda fiel.
Die Häufung von Unfällen, bei denen Fahrzeuge in Gewässer stürzen, unterstreicht die Notwendigkeit verbesserter Sicherheitsmaßnahmen an Kreuzungen nahe Wasserstraßen.
Die Ermittlungen werden von den Justiz- und Polizeibehörden von La Pampa fortgeführt, um die genauen Umstände zu klären.
Alfredo S. Quiroga