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Abelardo de la Espriella gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Kolumbien: Ein historischer Machtwechsel

22/06/2026 03:07 - Internacionales

Abelardo de la Espriella, un hombre de 47 años con cabello corto y traje oscuro, da un discurso de victoria en Barranquilla detrás de un vidrio antibalas, rodeado de banderas colombianas y una multitud celebrando con carteles de su movimiento Defensores de la Patria.

Ein historischer Sieg mit knapper Mehrheit

In einer beispiellosen Wahl Nacht hat Abelardo de la Espriella, ein 47-jähriger Strafrechtsanwalt und Gründer der ultrarechten Bewegung Defensores de la Patria (Verteidiger des Vaterlandes), die Präsidentschaftswahlen in Kolumbien gewonnen. Mit 12.941.992 Stimmen, was 49,71% der Wählerstimmen entspricht, setzte er sich gegen seinen Rivalen Iván Cepeda durch, der 12.694.863 Stimmen (48,64%) erhielt. Die Differenz betrug lediglich 247.000 Stimmen – ein Spiegelbild einer tief gespaltenen Gesellschaft.

Kontext für internationale Leser

Kolumbien ist das zweitbevölkerungsreichste Land Südamerikas mit etwa 52 Millionen Einwohnern. Es hat eine lange Geschichte von internen Konflikten, Drogenhandel und Guerilla-Bewegungen. Der Pacto Histórico (Historischer Pakt) ist eine linke Koalition, die 2022 den ersten linken Präsidenten der Geschichte Kolumbiens, Gustavo Petro, an die Macht brachte.

Wer ist Abelardo de la Espriella?

De la Espriella ist ein erfolgreicher Strafverteidiger, der sich als Bewunderer von Javier Milei (argentinischer Präsident), Donald Trump (US-Präsident) und Nayib Bukele (salvadorianischer Präsident) bezeichnet. Seine Kampagne basierte auf einer Nulltoleranzpolitik gegenüber Kriminalität und Korruption, inspiriert von Bukeles hartem Durchgreifen gegen Banden in El Salvador.

Interessanterweise zog er im Jahr 2024 nach Florenz, Italien, um sich von der Rechtspraxis zurückzuziehen. Aus dem Ausland heraus begann er jedoch seine politische Karriere zu planen und kehrte zurück, um im Juli 2025 seine Partei zu gründen.

Die Reaktionen aus Lateinamerika und den USA

Javier Milei veröffentlichte sofort ein offizielles Kommunikat: „Der Löwe und der Tiger brüllen in Lateinamerika... Es gibt kein Zurück mehr zum Wandel, den die Region 2023 begonnen hat.“ Dies bezieht sich auf den konservativen Umschwung in der Region, der mit Mileis Wahl in Argentinien begann.

Donald Trump schrieb auf Truth Social: „Er hat gewonnen, und wie!“ Der US-Außenminister Marco Rubio bestätigte ein Telefonat mit dem gewählten Präsidenten über Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen und Einwanderungskontrolle.

Nach dem Wahltag: Spannung und Herausforderungen

Kandidat Iván Cepeda erkannte die Ergebnisse nicht als „offiziell und verbindlich“ an und kündigte die Anfechtung von 31.000 Wahllokalen landesweit an. Der amtierende Präsident Gustavo Petro forderte ebenfalls eine sorgfältige Auszählung.

Der Präsident des Nationalen Wahlrats, Cristian Quiroz, erklärte, dass die endgültigen Ergebnisse nach der gesetzlichen Auszählung bekannt gegeben werden – ähnlich wie bei der ersten Runde am 31. Mai 2026, wo De la Espriella 43,74% und Cepeda 40,90% erreichten.

WahlrundeDe la EspriellaIván CepedaDifferenz
1. Runde (31.05.2026)43,74%40,90%2,84%
2. Runde (21.06.2026)49,71%48,64%1,07%

In seiner Siegesrede in Barranquilla (einer Küstenstadt im Norden Kolumbiens) verkündete De la Espriella: „Kolumbien, hier ist dein Präsident.“ Er versprach, „Präsident aller Kolumbianer zu sein“ und dass es „keine Sieger noch Besiegte geben wird.“

Amtszeit

7. August 2026 bis August 2030

Familie

Verheiratet mit Ana Lucía Pineda seit 2008, Vater von vier Kindern

Hauptversprechen

Sicherheit, freier Markt, Kampf gegen Korruption

Bedeutung für die Region

Dieser Wahlsieg verstärkt den konservativen Trend in Lateinamerika. Nach Milei in Argentinien (2023) und der wachsenden Popularität von Figuren wie Bukele in El Salvador, signalisiert Kolumbien eine weitere Verschiebung nach rechts. Die Beziehungen zu den USA werden voraussichtlich enger, während die Verbindungen zu linken Regierungen in der Region neu gestaltet werden.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga