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Irans Oberster Führer genehmigt Gespräche mit den USA nach Friedensabkommen

20/06/2026 16:14 - Internacionales

Un líder político en contexto de negociaciones internacionales, con banderas de naciones en el fondo, representando un momento histórico de diálogo diplomático en Medio Oriente

Die Erklärung des iranischen Obersten Führers

Mojtaba Khamenei, der im März 2026 nach dem Tod seines Vaters Ali Khamenei das Amt des Obersten Führers des Iran übernahm, veröffentlichte am 19. Juni 2026 seine erste öffentliche Erklärung seit Beginn des Konflikts. In einer über seinen Telegram-Kanal verbreiteten Botschaft autorisierte er formell direkte Gespräche mit den Vereinigten Staaten.

Khamenei erklärte seine Entscheidung: "Auf der Grundlage der Zusage des ehrenwerten Präsidenten, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Obersten Sicherheitsrates handelt, im eigenen Namen und im Namen der anderen Mitglieder, die Rechte der iranischen Nation und der Achse des Widerstands zu wahren, und mit seiner ausdrücklichen Übernahme der Verantwortung dafür, habe ich ihn autorisiert."

Hintergrund: Der Oberste Führer ist im iranischen System das höchste politische und religiöse Amt. Mojtaba Khamenei übernahm diese Position nach dem Tod seines Vaters, was in Iran als umstritten gilt, da die Position traditionell nicht vererbt wird.

Das Memorandum mit 14 Punkten

Am 17. Juni 2026 wurde ein 14-Punkte-Memorandum zwischen den USA und Iran unterzeichnet, das folgende Punkte enthält:

  • Einstellung der Feindseligkeiten zwischen beiden Nationen
  • Wiedereröffnung der Straße von Hormus innerhalb von 30 Tagen
  • Wiederaufbaufonds von 300 Milliarden USD
  • 60 Tage für Verhandlungen eines endgültigen Abkommens
Geographischer Kontext: Die Straße von Hormus ist eine strategische Meerenge zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf. Etwa 20% des weltweiten Erdöls werden durch diese Passage transportiert, was sie zu einem der wichtigsten Chokepoints der Welt macht.

Die technischen Verhandlungen, die für den 21. Juni 2026 in Bürgenstock, Schweiz, geplant waren, wurden nach israelischen Angriffen im Südlibanon auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Sperrung der Straße von Hormus

Am 20. Juni 2026 kündigte das iranische Militärkommando die Sperrung der Straße von Hormus als "ersten Schritt" an, mit der Begründung, dass die USA gegen das Abkommen verstoßen hätten. Diese Entscheidung löste eine globale Krise aus:

+500

Blockierte Schiffe

11.000

Betroffene Seeleute

Der Preis für Brent-Rohöl stieg auf 83-84 USD pro Barrel, mit direkten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und besonders auf Importländer wie Deutschland und andere europäische Nationen.

Hintergrund des Konflikts

Der seit dem 28. Februar 2026 andauernde Konflikt hat bisher mehr als 3.700 Todesopfer gefordert. Die jüngsten Entwicklungen umfassen:

  • Israelische Angriffe im Libanon: Mindestens 25 Tote trotz der am 18.06.2026 vereinbarten Waffenruhe
  • Hisbollah: Beschuss mit über 50 Geschossen auf israelische Streitkräfte
  • 4 israelische Soldaten starben bei einem Angriff auf einen Merkava-Panzer
Kontext für internationale Leser: Die Hisbollah ist eine libanesische Schiiten-Organisation, die vom Iran unterstützt wird und Teil der sogenannten "Achse des Widerstands" ist. Sie operiert primär im Südlibanon und wird von vielen westlichen Ländern als terroristische Organisation eingestuft.

Die Strategie von Khamenei

Laut von Axios zitierten Analysten verfolgt Khamenei eine Strategie des "politischen Schutzschildes", die es ihm ermöglicht, sich etwaige Erfolge der Verhandlungen anzueignen oder die Verantwortung für ein eventuelles Scheitern auf Präsident Masoud Pezeshkian abzuwälzen.

Der Oberste Führer war seit seiner Verletzung bei einem israelischen Angriff auf die Residenz seines Vaters in den ersten Tagen des Krieges nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten, was zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und seine Regierungsfähigkeit führte.

Vermittler und Verhandlungspartner

Delegationen aus den Vereinigten Staaten (Steve Witkoff, Jared Kushner), Katar und Pakistan befinden sich bereits in Bürgenstock, Schweiz. US-Vizepräsident JD Vance sagte seine geplante Reise zur Teilnahme an den Verhandlungen ab.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reiste in die Schweiz, um "die Einhaltung der Verpflichtungen" aus dem Memorandum einzufordern, das laut Teheran durch Israels Angriffe auf den Libanon verletzt wurde.

Quellen: Infobae, Infobae/EFE

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga