19/06/2026 09:37 - Economia
Gráfico financiero mostrando la subida del dólar oficial argentino superando los 1450 pesos con ambiente de bolsa de valores y pantallas de trading
Der offizielle Großhandels-Dollar („Dólar Mayorista“), der Referenzkurs für den Außenhandel, überstieg erstmals die Marke von 1.450 Pesos. Dies entspricht dem höchsten Stand seit dem 2. Februar 2026. In einer aufeinanderfolgenden Serie von drei Anstiegen hat sich der Kurs im laufenden Juni um 3 % verteuert. Das Besondere: Diese Steigerung liegt erstmals über der offiziellen monatlichen Inflationsrate, die im Mai bei 2,1 % lag. Der Markt reagiert sensibel auf diese neue Dynamik.
In Argentinien gibt es nicht „den“ einen Dollar. Hier eine Übersicht der relevanten Kurse:
| Kurs-Typ | Kurs (Verkauf) |
|---|---|
| Offizieller Großhandel Referenz für Import/Export | 1.451 $ |
| Offizieller Banco Nación Touristen-Dollar (inkl. Steuern) | 1.470 $ |
| Dólar Blue (Schwarzmarkt) Inoffizieller Parallelkurs | 1.475 $ |
| Dólar MEP Börslicher Umtausch (legal) | 1.467 $ |
| CCL („Contado con Liquidación“) Börslicher Abflusskurs | 1.509 $ |
In Argentinien ist die „Brecha“ (Lücke) der Unterschied zwischen dem offiziellen Kurs und den parallel existierenden Kursen (wie dem Blue Dollar). Eine kleine Lücke signalisiert Stabilität, eine große zeigt Misstrauen in die Währungspolitik.
Der Haupttreiber ist die Landwirtschaft („El Campo“), Argentiniens wichtigster Devisenbringer. Bauern und Exporteure liquidieren derzeit weniger Ernteerlöse in Pesos.
Die Zentralbank muss handeln, wenn die Devisen knapp sind.
Ungeachtet des aktuellen Dämpfers sind die Zahlen für das Jahr beeindruckend:
Analysten und Terminmärkte zeichnen ein differenziertes Bild. Der Markt wartet gespannt auf die Entscheidung über Argentiniens Status im MSCI-Index (erwartet am 23.06.), was neue Geldflüsse bringen könnte.
1.628 $
Prognose für Dezember1.658 $
Konsens der Analysten1.919 $
„Pessimistisches Szenario“Der Anstieg des Dollars über die Inflationsrate hinaus ist ein wichtiges Signal. Er zeigt, dass die Währungsbandbreite („Crawling peg“) Spielraum bietet, um Reserven aufzubauen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit abrupt zu gefährden. Die enge Lücke zum Schwarzmarktkurs (Blue) bleibt das stärkste Zeichen für Stabilität in einem historisch volatilen Markt.
Quellen: BAE Negocios, Ámbito Finanzas
Alfredo S. Quiroga