River Plate, der größte Klub Argentiniens, hat im Achtelfinale der Copa Sudamericana einen perfekten Auftakt verpasst. Gegen Independiente Santa Fe aus Kolumbien gab es in einem packenden Spiel ein 0:0. Die große Fußball-Inszenierung war aber ein anderer Name: Thiago Almada, der mit einer Ablöse von 20 Millionen Euro von Atlético Madrid geholte Weltmeister von 2022, saß fast die gesamte Partie nur auf der Ersatzbank und kam erst in der 60. Minute.
Der 25-Jährige hatte erst drei Tage zuvor sein Debüt für River gegen Argentinos Juniors gefeiert – und dabei schon 83 Minuten absolviert. Die Höhe von Bogotá (2.553 Meter) ist nicht ohne Tücken. Trainer Eduardo Coudet entschied sich daher für eine vorsichtige Einführung. Diese Entscheidung wurde von der argentinischen Presse intensiv diskutiert.
Warum Coudet Almada schonte
Der Coach äußerte sich wie folgt: „Er ist noch nicht in seiner Verfassung, die ich für 90 Minuten brauche. Er wird mit uns in den nächsten Tagen hart arbeiten, um im Rückspiel alles zu geben.“ Coudet und sein Staff stehen vor der Aufgabe, eine Leistungssport-Grundlage zu schaffen, ohne die Muskeln zu ruinieren. Die medien berichteten, dass der Spieler aus dessen hohen Summe einen speziellen Aufbautrainingsplan bekommen hat.
Auch das Argentinien-Topspieler fehlten: Gonzalo Montiel (linker Adduktor), Marcos Acuña (Oberschenkel) und Driussi (Sperre) konnten nicht auflaufen. So stand die Abwehr mit Lucas Martínez Quarta als Rechtsverteidiger, Nicolás Otamendi, Lautaro Rivero und Facundo González auf der linken Position.
Die Startelf und der Auftritt
Die Anfangsaufstellung war: Aníbal Moreno als defensiver Motor, Tobías Andrada und Joaquín Freitas außen, davor Tomás Galván als Zehner. Die Angriffsspitze: Ángel Correa und Rafael Santos Borré. Diese Elf brauchte lange, um in einen Rhythmus zu kommen.
Bis zur Einheit – zwei gute Einzelaktionen von Correa wurden abgefälscht. Der kolumbianische Torhüter Daniel Martínez glänzte mit zwei Refleken. Eine Note: Der Video-Schiedsrichter musste eine Aktion von Otamendi prüfen, aber kein Elfmeter.
Der Auftritt von Almada
Nach der 60. Minute ersetzte er Borré, war aber kaum an Bällen. Der bekannte TyC-Analyst Rodolfo Cingolani kritisierte scharf:
„Thiago ist heute einer zu wenig gewesen. Es war nicht nötig, ihn in diesen Bedingungen mitzunehmen. Man sieht, dass ihm noch Rasen fehlt. Er muss in Buenos Aires trainiert werden.“
Der „wertvollste Spieler“ des Teams war Tobías Andrada, der von Vélez kam und bereits mit hoher Spielfrische anreisen.
Zwischenfall mit Coudet und Borré
Während der Trinkpause kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Laut Notizen schrie Coudet den Stürmer unflätig an: „Sag deinen ...!“ Danach bat der Trainer das TV-Team, die Mikrofone zu entfernen. Der Verband kann die Szene mit bis zu 10.000 US-Dollar bestrafen – je nach Auswertung.
Spielinfos
- Datum: 19. August 2026
- Stadion: Estadio El Campín
- Ergebnis: 0:0
- Rückspiel: 26. August 2026, Estadio Monumental
- Fehlende Spieler: Montiel, Acuña, Driussi
Die Copa Sudamericana ist der zweite südamerikanische Klubwettbewerb nach der Copa Libertadores. Sie gibt den Vereinen die Chance auf ein internationales Highlight.
Jetzt zählt das Monumental
Der 26. August wird ein Fußballfest am Paraná. Das Estadio Monumental von River, für 80.000 Zuschauer gebaut, wird die gewohnte Hexe sein. Wer zu einem 0:0 spielen musste, nimmt man nächste Chance zu Hause. Trainer Coudet sagt: „Mit unseren eigenen Zuschauern können wir gegen jede bestehen.“ Die Rache für Bogotá beginnt ab 21:30 Uhr lokale Zeit.
Für die internationale Community ist dies eine Gelegenheit, den leidenschaftlichen südamerikanischen Fußball zu sehen. Viele Gruppen aus Europa verfolgen die Leistung von Thiago Almada genau. Nach Jahren in Europa und einem Doha-Titel will der Kleine jetzt in Buenos Aires wieder der Führungsspieler sein.