Der argentinische Verteidiger Cristian „Cuti“ Romero hat nach fünf Jahren beim Tottenham Hotspur seine Zeit in London beendet. Der Weltmeister von Katar 2022 wechselt zu Atlético Madrid von Diego Simeone – die Ablöse liegt bei rund 40 Millionen Euro. In einem herzlichen Abschiedsbrief bedankte er sich bei den Fans.

Ein Abschied, der die Fans bewegt

Am 14. August 2026 veröffentlichte der Cuti Romero auf seinen Social-Media-Kanälen einen langen Brief an die Anhänger des Tottenham Hotspur. Der 28-jährige Innenverteidiger aus Córdoba, der in Argentinien bei Belgrano de Córdoba ausgebildet wurde, blickte auf fünf Jahre in Nord-London zurück – begleitet von einem Video mit den schönsten Momenten seiner Spurs-Zeit, untermalt mit dem Song „The Nights“ von Avicii.

„Heute verabschiede ich mich von einem Ort, der für fünf Spielzeiten so viel mehr als nur ein Verein war. Er war mein Zuhause, meine Herausforderung und der Ort, an dem meine Familie und ich einen so wichtigen Teil unseres Lebens aufgebaut haben“, schrieb der Argentinier zu Beginn seiner Botschaft.

Zahlen einer goldenen Ära

In seiner Zeit in London bestritt Romero 156 Pflichtspiele, erzielte 13 Tore und bereitete 7 Treffer vor. Der größte Moment war jedoch der Gewinn der Europa League 2024/25 – der erste Titel für Tottenham nach 17 Jahren ohne Trophäe. Diesen Erfolg hob der Verteidiger in seinem Abschied besonders hervor.

„Als ich kam, hatte ich einen klaren Traum: meinen Namen in die Geschichte dieses Klubs zu schreiben. Ich wusste, dass der einzige Weg über harte Arbeit, Opferbereitschaft und das Erreichen von etwas führte, das so lange so schwierig schien: wieder einen Pokal in die Höhe zu stemmen. Und das haben wir geschafft“, erinnerte sich der Weltmeister von Katar 2022.

Dank an die Fans

Ein besonderer Teil des Briefes war den Tottenham-Anhängern gewidmet, die ihn immer wieder lautstark unterstützt hatten. „Danke, dass ihr mich geliebt, respektiert und mich vom ersten Tag an als einen von euch habt fühlen lassen. Danke für jede Umarmung, jedes Lied, jede Fahne, jeden Applaus und dafür, dass ihr immer da wart“, schrieb Romero.

Er betonte auch seine bedingungslose Hingabe: „Ich weiß, dass ich nicht perfekt war, aber eines gibt mir Frieden: Ich habe immer alles gegeben. Ich habe dieses Trikot mit Stolz und mit ganzem Herzen verteidigt.“

Der Brief endet mit einem Satz, der schnell viral ging: „Ich verlasse den Klub, aber ein Teil meines Herzens wird für immer hier bleiben. Einst war ich einer von euch. Heute gehe ich als einer von euch – für immer.“

Neue Herausforderung bei Atlético Madrid

Der Cuti Romero hat bereits alles mit Atlético Madrid von Diego Simeone vereinbart. Die Ablösesumme beträgt 35 Millionen Euro fix plus 5 Millionen Euro an Bonuszahlungen – insgesamt also rund 40 Millionen Euro (etwa 46 Millionen US-Dollar), wie ESPN aus Vereinskreisen erfuhr.

Der Verteidiger absolvierte am selben Morgen die medizinischen Untersuchungen in Madrid. Die offizielle Vorstellung beim spanischen Hauptstadtklub wird in den nächsten Stunden erwartet. Sollte alles reibungslos verlaufen, könnte Romero bereits am kommenden Mittwoch (19. August 2026) beim ersten La-Liga-Spiel gegen Málaga debütieren.

Mit diesem Wechsel erfüllt sich der Argentinier einen lange gehegten Wunsch: in der spanischen Liga zu spielen. Mit 28 Jahren beginnt der Innenverteidiger ein neues Kapitel seiner Karriere in Europa – nach fünf Jahren in England, in denen er zu einer der Identifikationsfiguren von Tottenham wurde und unvergessliche Spuren hinterließ.

Hintergrund: Simeones Abwehrschule

Die Verpflichtung von Romero wird von Analysten als logische Ergänzung zur defensiven Philosophie von Diego Simeone gesehen. Der Argentinier, bekannt für seine Aggressivität und Führungsqualitäten, trifft in Madrid auf Landsmann Julián Álvarez, der allerdings zuletzt nicht im Kader für ein Testspiel stand. Mit diesem Transfer verstärkt Atlético seine Innenverteidigung für die Saison 2026/27, in der der Klub sowohl in La Liga als auch in der Champions League um Titel kämpfen will.

Quellen: Rosario3 | ESPN | TyC Sports | La Voz