Die Spannung bei Atlético Madrid ist enorm: Diego Simeone berief Julián Álvarez nicht für das Freundschaftsspiel gegen Olympique Marseille. Das Umfeld des Stürmers forderte ein dringendes Treffen mit CEO Miguel Ángel Gil Marín, um einen Wechsel zum FC Barcelona zu erleichtern. Der Argentinier soll 'Cholo' mitgeteilt haben, dass er nicht mehr für die Rot-Weißen spielen möchte.

Die harte Entscheidung von Simeone bezüglich Julián Álvarez bei Atlético Madrid hat ein Beben in der Fußballwelt ausgelöst. Der argentinische Stürmer wurde nicht in den Kader für das Spiel gegen Olympique Marseille berufen, und der Grund ist nicht nur physischer Natur. Laut Berichten von Medien wie TyC Sports an diesem Freitag, den 14. August 2026, hat Julián dem Trainer mitgeteilt, dass er nicht mehr für den Verein spielen möchte.

Das Umfeld des ehemaligen River-Plate-Spielers hat eine sofortige Sitzung mit Miguel Ángel Gil Marín angefordert, dem Geschäftsführer von Atlético, um einen möglichen Transfer zum FC Barcelona voranzutreiben. Diese Situation tritt nur fünf Tage vor der Rückkehr des Teams zum normalen Training auf, da Julián erst vor wenigen Tagen zum Trainingsstart erschienen war.

Warum wurde er ausgeschlossen?

Die Liste von Atlético für die Reise nach Marseille umfasste fast den gesamten verfügbaren Kader. Nur der verletzte Sørloth und vier Nationalspieler, die diese Woche zurückkamen, fehlten: Baena, Llorente, Musso und Julián selbst. Es war geplant, dass keiner von ihnen mitreist, aber die Situation des Argentiniers erregte aufgrund des Kontexts besondere Aufmerksamkeit.

Simeone selbst hätte gerne auf Julián gezählt, doch der Spieler fühlt sich laut Quellen aus seinem Umfeld „emotional am Ende“ und sein Wunsch, für den FC Barcelona zu spielen, bleibt ungebrochen. Der Verein schließt nicht aus, dass die Reaktion der Fans ein entscheidender Faktor sein könnte, ähnlich wie bei Joao Félix, als dieser seinen Wunsch zu wechseln äußerte.

Die ausstehende Sitzung und die Zukunft

Die offene Frage ist, was in der nächsten Woche passieren wird. Atlético debütiert am 19. August 2026 zu Hause gegen Málaga in der LaLiga, und theoretisch sollten die Nationalspieler verfügbar sein. Das Umfeld von Julián hat jedoch bereits ein Treffen mit Gil Marín gefordert, und der FC Barcelona wartet darauf, dass der Spieler einen weiteren Schritt macht, um seinen Abgang zu erzwingen.

Das zweite Ligaspiel findet ebenfalls zu Hause statt, gegen Villarreal, und die Fans könnten ihre Unzufriedenheit zeigen. Die Geschichte von Joao Félix ist ein klares Präzedenzfall: Der Portugiese verließ den Verein letztendlich, nachdem sich die Fans von ihm abwandten.

Auf der anderen Seite versicherte der Journalist Sergi Castillo Prats von Sport, dass Julián keine Entschuldigungen anbietet und die dringende Sitzung fordert, während argentinische Medien berichten, dass der Spieler mit seinen Teamkollegen gesprochen und eine Entscheidung getroffen hat. Alles deutet darauf hin, dass diese Seifenoper bis zum Ende des Transfermarktes andauern wird.

Quelle: TyC Sports