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Verstecktes Schwarzes Loch im größten Sternhaufen der Milchstraße entdeckt

14/07/2026 04:23 - Tecnologia

Wie Infobae berichtet, erreichte ein internationales Wissenschaftlerteam einen historischen Meilenstein in der Astrophysik: die Identifizierung des ersten Schwarzen Lochs stellarer Masse in Omega Centauri, dem größten Kugelsternhaufen der Milchstraße.

Was ist ein Kugelsternhaufen?

Für ausländische Leser: Galaxien beherbergen riesige Schwärme von Sternen, sogenannte Kugelsternhaufen. In diesen Bereichen werden Millionen von Sternen durch eine intensive Schwerkraft zusammengehalten. Omega Centauri ist der größte in unserer Galaxie. Dort ein verstecktes Schwarzes Loch zu finden, löst ein langjähriges Rätsel der Sternentwicklung.

Das System oMEGACat BH-2

Die Entdeckung, in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht, gelang durch den Nachweis eines Sterns, der ein unsichtbares Objekt umkreist. Berechnungen zufolge hat dieses Schwarze Loch eine Masse von 4,46 Sonnenmassen, während sein Begleitstern 0,78 Sonnenmassen aufweist und sich in einem fortgeschrittenen Lebensstadium befindet.

Die Magie der Astrometrie und Weltraumteleskope

Um diese Leistung zu erbringen, nutzte das Team eine Technik namens Astrometrie, bei der die Bewegung von Sternen extrem präzise gemessen wird. Es wurden über zwanzig Jahre Bilder des Hubble-Weltraumteleskops sowie aktuelle Beobachtungen des James-Webb-Teleskops analysiert.

Matthew Whitaker, Forscher an der University of Utah und Hauptautor der Studie, betonte in einer NASA-Mitteilung: Mit Hubble- und Webb-Daten konnten wir die Bewegung des sichtbaren Sterns in der dichten Umgebung von Omega Centauri verfolgen. Die Präzision dieser Messungen ist außergewöhnlich.

Die Präzision war so hoch, dass Verschiebungen entdeckt wurden, die kleiner sind als ein einzelnes Pixel in den Kameras der Teleskope. Es wurden weder Röntgen- noch Radioemissionen festgestellt, was zu erwarten war, da kein Materiefluss zwischen den beiden Körpern herrscht.

Eine strahlende Zukunft für die Astronomie

Diese Entdeckung zeigt, dass Schwarze Löcher stellarer Masse in dichten Umgebungen überleben können und nicht alle, wie frühere Modelle vermuteten, herausgeschleudert werden. Anil Seth, Mitautor der Studie, erklärte: Wir wissen nun, dass ein metallarmer Stern ein solches Schwarzes Loch bilden kann, und wir müssen herausfinden, wie dieser Prozess abläuft.

Das Team blickt hoffnungsvoll in die Zukunft und erwartet, dass Instrumente wie das Nancy Grace Roman Weltraumteleskop dabei helfen werden, weitere ähnliche Systeme zu identifizieren. Ein riesiger Schritt, um die Geheimnisse des Universums zu lüften!

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga