01/07/2026 21:31 - Actualidad
Die Dirección General de Escuelas (DGE) der Provinz Mendoza hat am Mittwoch, 1. Juli 2026 die Ausweitung der Unterrichtsaussetzung für den Nachmittags- und Abendunterricht in vierzehn Gebieten der Provinz bekannt gegeben. Grund dafür sind die extremen Wetterbedingungen, die die Region derzeit durchquert.
Mendoza ist eine wichtige Provinz im Westen Argentiniens, bekannt für ihre Weinproduktion und die Nähe zu den Anden. Im südamerikanischen Winter (Juni bis August) kann es in dieser Region zu starken Kälteeinbrüchen kommen, die als Polarwellen bezeichnet werden – kalte Luftmassen, die von der Antarktis nach Norden vordringen.
In all diesen Gebieten gilt die Aussetzung für alle Bildungsebenen und -modalitäten, einschließlich Kindergarten, Grundschule, Sekundarstufe und Tertiärbildung.
Der Unterricht findet mit völliger Normalität statt in:
Die DGE hat angeordnet, dass der Schulbetrieb in den betroffenen Gebieten virtuell über die Plattform Escuela Digital Mendoza stattfindet. Dies garantiert die pädagogische Kontinuität für alle Schülerinnen und Schüler.
Diese digitale Bildungsplattform wurde von der Provinz entwickelt, um den Unterricht auch unter widrigen Umständen aufrechtzuerhalten – ein System, das sich während der Pandemie bewährt hat und nun bei Wetterkatastrophen zum Einsatz kommt.
Der Servicio Meteorológico Nacional (SMN) – der nationale Wetterdienst Argentiniens – hält eine orangene Warnung vor Schneefall für das Bergregion und Schneeregen im Großraum Mendoza aufrecht. Die erwarteten Wetterbedingungen umfassen:
| Tag | Minimale Temperatur | Maximale Temperatur | Bedingungen |
|---|---|---|---|
| Mittwoch 1.7. | 1°C | 7°C | Schneefall mit 5-10 cm Neuschnee |
| Donnerstag 2.7. | -5°C (in einigen Zonen) | 5°C | Windböen bis 100 km/h |
Die prognostizierten Schneefälle mit Ansammlungen zwischen 5 und 10 Zentimetern, kombiniert mit Winden, die bis zu 100 km/h erreichen können, schaffen Bedingungen mit hohem Risiko für den Fahrzeugverkehr, besonders in Bergregionen und den südlichen Departments der Provinz.
Eine Polarwelle ist ein meteorologisches Phänomen, bei dem kalte Luftmassen aus den polaren Regionen in Richtung des Äquators vordringen. In Südamerika kommen diese kalten Luftmassen hauptsächlich von der Antarktis und dem südlichen Pazifik. In den Wintermonaten können sie Temperaturen von bis zu -10°C in Regionen bringen, die normalerweise ein milderes Klima haben.
Für europäische Besucher ist es wichtig zu verstehen, dass argentinische Häuser oft nicht über eine Zentralheizung verfügen, da kalte Winter normalerweise nicht so extrem sind. Deshalb können selbst Temperaturen um den Gefrierpunkt hier als Notstand wahrgenommen werden.
Quellen: Dirección General de Escuelas de Mendoza, Servicio Meteorológico Nacional, Gobierno de Mendoza.
Alfredo S. Quiroga