26/06/2026 19:46 - Deportes
Franco Colapinto, der junge argentinische Talent der Formel 1, durchlebte am Freitag beim Großen Preis von Österreich am legendären Red Bull Ring in Spielberg ein Wechselbad der Gefühle. Der Pilot des französischen Alpine-Teams startete mit einem vielversprechenden Ergebnis in den Tag, musste jedoch später eine herbe Enttäuschung hinnehmen.
Hinweis für deutsche Leser: Colapinto ist einer der aufstrebenden Stars der Formel 1. Der 23-Jährige aus Pilar, Argentinien, hat sich durch beeindruckende Leistungen in den Junior-Serien empfohlen und fährt nun seine erste vollständige Saison für Alpine.
Der Tag begann mit einem optimistischen Signal. Im ersten freien Training (FP1) erzielte Colapinto eine Zeit von 1:08.962 und belegte den achten Platz – nur etwas mehr als eine Sekunde hinter der Spitze. Er war dabei sogar mehr als eine halbe Sekunde schneller als sein Teamkollege Pierre Gasly aus Frankreich. Dieser Start weckte Hoffnungen, insbesondere da Alpine ein Paket mit fünf neuen Updates eingeführt hatte, darunter vor allem eine neue Frontflügel-Konstruktion zur Lösung von Untersteuerungsproblemen.
FP1: 8. Platz
Zeit: 1:08.962
Vorsprung auf Gasly: +0,500s
FP2: 16. Platz
Zeit: 1:08.831
Rückstand auf Spitze: >1,8s
Neue Teile: 5 Updates, inkl. neuer Frontflügel
Im zweiten freien Training (FP2) änderte sich die Situation drastisch. Die Setup-Verbesserungen brachten nicht die gewünschten Ergebnisse und Colapinto fiel auf den 16. Platz zurück mit einer Zeit von 1:08.831, über 1,8 Sekunden hinter dem Führenden. Gasly verbesserte sich hingegen und beendete den Tag auf Platz 11.
"Es war ein ziemlich komplizierter erster Tag hier in Österreich. Wir hatten insgesamt einige Probleme mit dem Auto aufgrund der Hitze. Die erste Session war akzeptabel, aber in der zweiten habe ich den richtigen Rhythmus nicht gefunden", gestand Colapinto im offiziellen Team-Statement.
Der junge Pilot erklärte gegenüber ESPN: "Heute hat es nicht verbessert, ich habe beide Flügel-Konfigurationen getestet. Es war ziemlich frustrierend, weil wir einen großen Unterschied erwartet haben. Wir müssen verstehen, warum nicht das funktioniert hat, was wir erwartet haben".
Er ergänzte: "In der FP2 haben wir große Änderungen vorgenommen, weil das Auto nicht gut funktionierte... und es wurde noch schlimmer. Ein Tag, an dem das Auto nie im richtigen Fenster war. Wir werden heute Nacht hart arbeiten müssen".
Der erfahrene französische Pilot wählte einen vorsichtigeren Ton und konzentrierte sich auf die Datensammlung. "Es war sehr heiß hier in Österreich, was zweifellos eine Herausforderung für das Auto war. Heute haben wir uns auf das Sammeln von Daten konzentriert, zumal wir einige neue Teile gebracht haben", erklärte Gasly und fügte optimistisch hinzu: "Ich glaube, wir sind klar im Kampf um die Top 10 zusammen mit unseren üblichen Konkurrenten".
Während Alpine mit seinen Problemen kämpfte, dominierte der junge Andrea Kimi Antonelli von Mercedes beide Sessions. In der FP2 erzielte er die Bestzeit mit 1:07.014, gefolgt von seinem Teamkollegen George Russell. Die McLaren von Lando Norris und Oscar Piastri komplettierten die Spitzenplätze und bestätigten den starken Rhythmus der Meisterschaftsführenden.
Letztes freies Training: Samstag 07:30 Uhr (argentinische Zeit) / 12:30 Uhr (Mitteleuropäische Zeit)
Qualifying: Samstag 11:00 Uhr (argentinische Zeit) / 16:00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit)
Rennen: Sonntag 10:00 Uhr (argentinische Zeit) / 15:00 Uhr (Mitteleuropäische Zeit), 71 Runden
Alfredo S. Quiroga