20/06/2026 10:16 - Deportes
Julian Nagelsmann hablando en conferencia de prensa previa al partido de Alemania contra Costa de Marfil en el Mundial 2026.
Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich auf ihr zweites Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 vor. Das Duell findet am Samstag, 21. Juni im Toronto Stadium statt. In der Pressekonferenz vor dem Spiel analysierte Bundestrainer Julian Nagelsmann den kommenden Gegner Elfenbeinküste und warnte vor dessen Gefährlichkeit.
Der 36-jährige Trainer beschrieb das anstehende Match als "spannend" und lobte die hervorragenden Bedingungen im kanadischen Stadion. Zur Frage möglicher Änderungen in der Startelf blieb er jedoch vage: "Wenn wir die Aufstellung ändern, gibt es immer einen Grund dafür. Wir werden es morgen sehen." Das Team habe während der Woche verschiedene taktische Szenarien trainiert.
Nagelsmann betonte die Unberechenbarkeit des afrikanischen Gegners. "Wir wissen nicht zu 100 Prozent, was sie tun werden. Es könnte ein 4-3-3 sein oder etwas völlig anderes. Wir haben verschiedene Szenarien vorbereitet."
Besonders hob er die physische Stärke und die Offensivgeschwindigkeit der Ivorer hervor. Diese Attribute machen das Team aus Westafrika zu einem gefährlichen Gegner.
Nicolas Pépé, der ivorische Stürmer, wurde vom Trainer besonders erwähnt: "Er war im letzten Spiel überall auf dem Platz." Dies erfordere eine spezifische defensive Antwort.
Der ivorische Verband, Fédération Ivoirienne de Football, hat in den letzten Jahren kontinuierlich in die Entwicklung investiert und zählt zu den stärksten Teams Afrikas.
"Sie sind körperlich sehr stark, haben eine großartige Defensive und viel Geschwindigkeit in den drei Offensivpositionen."
Auf die Frage nach der öffentlichen Kritik an Leroy Sané nach dem ersten WM-Spiel reagierte Nagelsmann entschieden. Der 28-jährige Flügelspieler vom FC Bayern München war in den Medien kritisiert worden.
"Ich finde es wichtig, dass Spieler nicht zu sehr zerpflückt werden. Das, was nach diesem Spiel geschrieben wurde, war nicht gerechtfertigt. Ihn stört es nicht, aber mich schon, weil ich nicht mag, dass so etwas über meine Spieler geschrieben wird."
Der Innenverteidiger Jonathan Tah vom Bayer 04 Leverkusen gab zu, dass dieses Spiel eine besondere Bedeutung für ihn hat. Sein Vater stammt aus der Elfenbeinküste, was dem Duell eine persönliche Note verleiht.
"Es wird etwas Besonderes sein. Definitiv außergewöhnlicher als gegen jedes andere Team." Der 28-Jährige, der seit 2016 für Deutschland spielt, steht vor einem emotionalen Moment auf dem Platz.
Ein weiteres Thema ist der Torwart Manuel Neuer. Der 40-jährige Kapitän steht kurz vor einem denkwürdigen Meilenstein. Sollte er am Samstag auflaufen, wäre es sein 21. Weltmeisterschaftsspiel – ein Rekord, den bisher kein anderer Torwart erreicht hat.
Tah zeigte sich beeindruckt: "Ich bin sehr stolz, mit ihm zu spielen. Es ist sehr gut, ihn im Team zu haben."
| Spieler | Thema | Besonderheit |
|---|---|---|
| Julian Nagelsmann | Traineranalyse | Warnt vor physischer Stärke des Gegners |
| Leroy Sané | Medienkritik | Erhält volle Rückendeckung vom Trainer |
| Jonathan Tah | Persönlicher Hintergrund | Vater ivorischer Herkunft |
| Manuel Neuer | Mögl. Rekord | 21. WM-Spiel (Torwartrekord) |
Nagelsmann erläuterte auch die Bedeutung der Trinkpausen, die bei Turnieren mit hohen Temperaturen üblich sind. Diese ermöglichen kurze Erholungsphasen und taktische Anweisungen, ohne größere Systemänderungen zu erlauben.
"Gewinnen ist immer die beste Medizin. Wir sind nicht hier zum Urlaub machen." Mit diesen klaren Worten unterstrich der Bundestrainer den Fokus auf sportlichen Erfolg.
Die Elfenbeinküste, offiziell Republik Côte d'Ivoire, liegt in Westafrika und zählt zu den erfolgreichsten Fußballnationen des Kontinents. Das Team gewann 2024 die Afrikameisterschaft und verfügt über zahlreiche Spieler in europäischen Top-Ligen.
Das Toronto Stadium (BMO Field) ist mit etwa 30.000 Plätzen Austragungsort mehrerer WM-2026-Spiele. Die Stadt Toronto ist die größte Kanadas und bietet ideale Bedingungen für internationale Turniere.
Quelle: TyC Sports
Alfredo S. Quiroga