Ein 26-jähriger Mann ist am 18. August 2026 im Krankenhaus von Zapala in der argentinischen Provinz Neuquén an einem Hantavirus gestorben – es ist der erste bestätigte Fall des Jahres. Eine zuvor bestehende Parasitenkrankheit hatte die Diagnose erschwert. 15 Personen wurden zur Überwachung isoliert.

Ein tragischer Todesfall sorgt in der Region Aluminé in der argentinischen Provinz Neuquén für Besorgnis. Ein 26 Jahre alter Mann aus Ruca Choroy in der Pehuén-Region ist nach einer Hantavirus-Infektion verstorben. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um den ersten bestätigten Fall dieser Krankheit im laufenden Jahr in der Provinz.

Der Mann wurde am 15. August 2026 in das Krankenhaus von Aluminé eingeliefert. Er litt unter Fieber über 38°C, Muskel- und Bauchschmerzen sowie Atembeschwerden. Sein Zustand verschlechterte sich zügig, daher erfolgte die Verlegung in die Intensivstation des Krankenhauses von Zapala, wo er künstlich beatmet werden musste. Trotz intensivmedizinischer Betreuung erlitt er schließlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand und verstarb. Die Lungenbiopsie im Zentrallabor von Neuquén bestätigte eindeutig die Hantavirus-Infektion.

Vorerkrankung erschwerte die Diagnose

Die Direktorin des Krankenhauses Aluminé, Angélica Huglich, gab bekannt, dass der Patient zudem an einer Hidatidose litt – eine parasitäre Krankheit, die große Zysten im Körper hervorruft. „Seine großen Leberzysten und die damit verbundenen Beschwerden wie Fieber und Durchfall mischten sich mit den Symptomen, so dass die Situation des jungen Mannes schwierig zu bewerten war“, erklärte sie. Diese Grunderkrankung wirkte als ernste „Störfaktor“, denn sie produzierte auch klinische Zeichen, die nicht eindeutig der Virenauslöser war.

15 Personen stehen unter ärztlicher Beobachtung

Die Epidem.-Abteilung der Provinz startete nach Bestätigung einen umfassenden Überwachungs- und Isolationsprozess. Er betrifft 15 Personen, die mit dem Verstorbenen in Verbindung standen – die er mit dem Krankenhaus zu tun hatte, aber auch Familienangehörige. Der Mann lebte eigentlich allein, war aber wegen seiner anderen Krankheit bei einem Verwandten, im selben Haus, untergebracht.

Das Ministerium für Gesundheitswesen von Neuquén mahnte die Bevölkerung zur Umsicht, aber forderte die Journalisten dazu auf, die unsicheren Nachrichten nicht weiter zu verbreiten. Der offizielle Kommuniqué war deutlich: „Das Krankenhaus von Zapala ist nicht unter Quarantäne gestellt. Die Operationen laufen normal weiter. Die Meldungen über eine Lähmung des Zentrums entbehren jeder Grundlage.“

Wie entsteht die Hantavirus-Erkrankung?

Hantaviren sind eine Virusgruppe, die über den sogenannten Colilargo-Mäuse (Langfellmaus) – eine in Patagonien heimische Nagerart – übertragen wird. Der Erreger befindet sich in deren TrägerSpeichel, Urin oder Kot. Das Menschen überträgt ihn meist durch das Einatmen von verseuchten Aerosolen, seltener über den direkten Kontakt mit den Stuhl.

In der südlichen Region – Neuquén, Río Negro und Chubut – zirkuliert die Anderen-Virus-Variante „Andes Sur“, die auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich macht. Die Inkubationszeit (Zeit bis zur Erkrankung) liegt zwischen 4 und 40 Tagen. Da die Krankheit schnell in ein schweres Lungarnödem und Atemversagen münden kann, ist sie lebensgefährlich. Durchschnittlich sterben bis zu 40% der Infizierten.

Vorbeugung: So schützt du dich

  • Richtig lüften: Vor dem Betreten von verschlossenen Schuppen, Ställen oder Lagerräumen mindestens 30 Minuten für Luft sorgung, und dabei den Mitesschutz oder ein Tuch zu feucht vor den Mund zu legen.
  • Zäufe und Hausrats mit Chlorlösung reinigen – ein Teil Blecmittel auf zehn Teil Wasser.
  • Unwetta: EinFreifen mit dem Auszähen von Gras, Büschen und Ast um das Zuhause bis zu 30 Metern. Ritzen und Löcher in Wänden und Decken verschließen.
  • Im Freien: Auf Wegen bleiben, keine Früchte oder wilde Gräser essen, Trinkwasser sichern.
  • Nicht staubig fegen: Aufsprühendes Wasser mit Desinfektionsmittel verwenden.

Das Gesundheitsministerium beruhigt die Gemeinschaft: Man habe die Lage im Griff, die Surveillance in Nordpatagonien intensiviert und alle Teil davon informiert. Der Mann starb zwar, aber jede Aufmerksamkeit zu den präventiven Maßnahmen könnte weitere Viruseinbrüche verhindern. „Immer können wir uns bei der einmaligen Prognose ein Stück besser versichern, wenn die Umgebungswege eindeutig sind.“ lautet der Hinweis.

Quelle und weitere Details:Diario Río Negro