Was ist passiert?
Am Sonntag, den 16. August 2026, wurde die US-amerikanische Schauspielerin Hayden Panettiere tot in ihrer Wohnung im Stadtteil Judson Mill Lofts in Greenville, South Carolina, aufgefunden. Laut ersten Berichten von ABC und TMZ wurde um 13:49 Uhr die Notrufnummer 911 gewählt – am anderen Ende der Leitung war angeblich ihre Ex-Freundin. In dem Mitschnitt des Notrufs ist zu hören, wie das Personal von einer „Überdosis“ und einem „Herzstillstand“ spricht.
Die Rettungskräfte versuchten noch, sie mit Herzdruckmassage wiederzubeleben, doch um 14:32 Uhr wurde die Schauspielerin für tot erklärt. Die erste Obduktion durch den Gerichtsmediziner des Kreises ergab keine Anzeichen von Gewalt, die genaue Todesursache steht noch aus.
DEA ermittelt – neue Wendung im Fall
Die DEA (US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde) hat sich nun in die Ermittlungen eingeschaltet – ein klares Zeichen, dass die Beamten den Verdacht einer Überdosis ernst nehmen. Die örtliche Polizei von Greenville hatte zunächst betont, man sehe „derzeit keine Hinweise auf eine Straftat“ – doch die Beteiligung der Bundesbehörde deutet auf eine komplexere Untersuchung hin.
Vor Ort waren zu diesem Zeitpunkt offenbar auch Brian Hickerson, die Ex-Partner der Schauspielerin, und dessen Bruder. Hickerson rief die Notrufnummer an und zeigte den Sanitätern die Medikamententasche der Schauspielerin – ein Umstand, der die Ermittler nun näher betrachten.
Ruby Rose meldet sich: „Vertraut ihrer Mutter nicht“
Die australische Schauspielerin Ruby Rose, bekannt aus „Orange Is the New Black“ und „Batwoman“, veröffentlichte auf Instagram einen rätselhaften Beitrag. Er richtet sich direkt an die Mutter von Panettiere, Lesley Vogel:
„Ich habe so viel zu sagen über unsere geliebte Hayden. Wenn die Dinge umgekehrt wären, hätte sie das längst geregelt. Unsere tapfere, mutige H. hat alles direkt angepackt. Sie war furchtlos.“
Dann wird der Ton schärfer: „Trau ihrer Mutter nicht, von der sie entfremdet war, noch einem ihrer Täter. Sie hat zu hart gekämpft und ist zu weit gekommen, um so zu enden.“ Diese Worte haben Spekulationen über das familiäre Umfeld der Schauspielerin angeheizt. Rose bittet außerdem um Ruhe und Respekt für Kaya, die 11-jährige Tochter der Verstorbenen.
„Sie hat den Weg verloren“ – Mutter bricht das Schweigen
Die Mutter der Schauspielerin, Lesley Vogel, hat in einem Telefonat mit NBC erstmals öffentlich Stellung genommen: „Ich glaube, es wird sehr schwierig, sich selbst treu zu bleiben. Und ich denke, Hayden hat traurigerweise den Weg verloren.“
Vogel sprach auch über den Schmerz des Verlustes: „Ich spüre, dass sie bei ihrem Bruder ist und sie beide Frieden gefunden haben“ – ein Verweis auf Jansen Panettiere, den Bruder der Schauspielerin, der 2023 im Alter von nur 28 Jahren gestorben war.
Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war – nach Angaben von Ruby Rose – stark zerrüttet. Dass diese Distanz nicht ohne Grund war, davon berichten auch enge Freunde und Vertraute der Schauspielerin.
Eine jahrelange Geschichte voller Schmerz
Hayden Panettiere (geboren am 21. August 1989 in Palisades, New York) wurde bereits als Kind berühmt – schon mit 11 Monaten war sie in Werbespots zu sehen. Den großen Durchbruch schaffte sie als Claire Bennet in der Kultserie „Heroes“ und später als Juliette Barnes in „Nashville“, wofür sie zwei Golden-Globe-Nominierungen erhielt.
Doch ihr Leben war auch von tiefen Tälern geprägt. 2005, im Alter von nur 14 Jahren, erlitt sie beim Dreh in Südafrika einen folgenschweren Unfall: Ein Zebra warf sie zu Boden, sie schlug mit dem Kopf und zwei Halswirbeln auf. Dies führte zu einer chronischen Rücken- und Nackenverletzung, die sie ihr ganzes Leben begleitete.
In ihrer Memoiren „This Is Me: A Reckoning“, die im Mai 2026 erschienen waren, schrieb Panettiere offen über ihren jahrelangen Schmerzmittelkonsum – den sie als direkte Folge dieser Verletzung beschrieb. In den letzten Jahren kam es zu einer erneuten Verschlechterung. Freunde und Familie berichten, dass sie zeitweise nur mit Krücken laufen konnte.
Ein weiteres Drama war ihre Beziehung zu Brian Hickerson. Er wurde 2021 zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt, nachdem er die Schauspielerin im Gesicht geschlagen hatte. Eine Nachbarin in West Hollywood, Mia Terrazas, erklärt, sie hätte in der Vergangenheit mehrfach den Notruf wegen häuslicher Gewalt angerufen und gesehen, wie Panettiere auf einer Trage abtransportiert wurde. „Dieser Raub war Teil unserer Gemeinschaft“, so Terrazas.
Das große Bild: Eine viel zu frühe Ende
Hayden Panettiere hinterlässt eine Tochter, Kaya (11 Jahre alt). Der Vater ist der ukrainische Box-Legende Wladimir Klitschko. Ihre Kollegin und Freundin Ruby Rose beschreibt die Verstorbene als „furchtlos, unabhängig und stark“.
Die Ermittlungsbehörden werden noch Wochen auf die endgültigen toxikologischen Ergebnisse warten müssen. Doch eines ist gewiss: Die Welt hat eine der facettenreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation verloren – eine Frau, die öffentlich gegen ihre inneren Dämonen gekämpft hat und dabei immer wieder aufstehen konnte.
„Sie hat in ihrer Jugend so viel Stärke gezeigt“, sagt eine Freundin, „Sie wird uns allen sehr fehlen.“