Die Royal Shakespeare Company hat ihre innovative Produktion von 'Othello' verschoben, damit ihre Hauptdarstellerin, die renommierte Schauspielerin Sharon D Clarke, eine Krebsbehandlung durchlaufen kann. Das Stück, das den Shakespeare-Klassiker neu interpretiert, war für Februar und April 2027 geplant.

Ein Applaus für das Leben: Sharon D Clarke und die RSC vereint im Kampf gegen Krebs

Die gefeierte 60-jährige Schauspielerin empfängt eine Welle der Liebe, während die Royal Shakespeare Company ihr lang erwartetes Stück verschiebt, um ihre Gesundheit in den Vordergrund zu stellen.


Die Theaterwelt hält für eine noble Sache inne. Am 13. August 2026 gab die Royal Shakespeare Company (RSC) die Verschiebung ihrer radikalen Adaption von Othello bekannt. Die Entscheidung wurde getroffen, damit ihre Protagonistin, die talentierte Sharon D Clarke (60 Jahre), sich in aller Ruhe einer Krebsbehandlung unterziehen kann. Das Stück war für das Swan Theatre in Stratford-upon-Avon vom 13. Februar bis zum 3. April 2027 geplant.

Eine Botschaft voller Hoffnung und Dankbarkeit

Clarke, dreifache Gewinnerin des renommierten Olivier Awards (das britische Pendant zu den Tony Awards am Broadway), wird vom Publikum für ihre Rolle in der BBC-Medizinserie Holby City geliebt und für ihre Auftritte in Stücken wie Ma Rainey’s Black Bottom. In einer emotionalen Erklärung drückte die Schauspielerin ihre tiefe Dankbarkeit aus:

„Ich möchte all den wunderbaren Menschen bei der RSC für ihr Verständnis, ihre Liebe, ihre Unterstützung und ihre heilende Energie danken. Othello wird mein Leitstern sein, während ich mich der Behandlung unterziehe.“

Sharon D Clarke

Zusammen mit ihrer Ehefrau, der Schriftstellerin und Regisseurin Susie McKenna, gestand Clarke, überwältigt und gesegnet von der „Welle der Liebe“ zu sein, und dankte dafür, ein „Heer an Kraft und Unterstützung“ zu haben, das sie in dieser Zeit stützt.

Eine theatralische Vision, die es wert ist, auf sie zu warten

Was ist "Misogynoir"?

Der Begriff, von der Wissenschaftlerin Moya Bailey geprägt, beschreibt die Überschneidung von Rassismus und Misogynie, die sich speziell gegen schwarze Frauen richtet. Die Othello-Adaption nutzt diese Perspektive, um Shakespeares Tragödie zu ergründen.

Eine futuristische Handlung

Das von Monique Touko inszenierte Stück spielt in einer vom Klimawandel bedrohten Zukunft, in der eine schwarze Lesbe eine Machtposition einnimmt und gefährlich die Grenzen von Rasse, Geschlecht und Status überschreitet.

Die künstlerischen Direktoren der RSC, Daniel Evans und Tamara Harvey, erklärten, dass Clarkes Präsenz so integraler Bestandteil dieser Adaption ist, dass die Vernünftigste Entscheidung die Verschiebung war. Auch Regisseurin Monique Touko schickte eine Botschaft der Zuneigung und versicherte, dass Clarke eine „Kriegerin“ sei und sie sich wieder vereinen werden, wenn die Zeit reif ist, um diesen Ansatz mit der Welt zu teilen.