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Krieg treibt Soja an, aber Verkäufe in Argentinien auf historischem Tief

13/07/2026 22:06 - Economia

Auswirkungen des Nahostkonflikts auf den Agrarmarkt

Argentinien ist einer der wichtigsten Produzenten und Exporteure von landwirtschaftlichen Gütern weltweit, insbesondere von Soja. Der Bruch des Abkommens zwischen den USA und Iran hat die Sorgen über den Ölhandel und den Transit durch die Straße von Hormus wieder aufleben lassen. Dieses Risiko trieb den Sojaölpreis in Chicago an und zog den Sojabohnenpreis mit. Zu diesem externen Faktor kamen Hitzewellen in den US-amerikanischen Anbaugebieten und eine überraschend hohe Nachfrage aus China hinzu, was internationale Investmentfonds dazu veranlasste, ihre Portfolios neu aufzustellen. Am 13. Juli 2026 spürten die internationalen Märkte die Auswirkungen dieser Faktoren deutlich.

Soja: Hohe Preise, aber niedrige Verkäufe

Der Preisaufschwung auf dem internationalen Markt verbesserte zwar die lokalen Preise in Argentinien, jedoch verzeichnete der argentinische Markt den niedrigsten Stand der Preisfestsetzung seit drei Jahrzehnten für die Ölsaat. Die Landwirte entscheiden sich trotz der besseren Preise, ihre Ernte zurückzuhalten (Retention), in der Hoffnung auf zukünftige Gewinne oder als Absicherung gegen die lokale Wirtschaftslage.

Mais und Weizen: Gegensätzliche Rhythmen

Während der Spätmais das Verkaufsvolumen nach einer Reaktivierung der Vermarktung anführte, zeigte der Weizen ein sehr langsames Geschäftstempo. Es wurden lediglich 2 Millionen Tonnen auf dem Markt gehandelt. Für ausländische Investoren ist es wichtig zu wissen, dass Mais in Argentinien in zwei Hauptkategorien unterteilt wird (früh und spät), die zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden.

Internationaler Kontext: Energie und Logistik

Der Konflikt zwischen den USA und Iran hat die Unsicherheit auf den globalen Märkten verschärft. Jüngsten Berichten zufolge stieg der Preis für Brent-Rohöl um fast 4,21% und erreichte 79,21 US-Dollar nach neuen Angriffen in der Straße von Hormus. Diese Energieschwankungen wirken sich direkt auf die Produktions- und Frachtkosten aus, was die Entscheidungen der Akteure auf dem Agrarmarkt maßgeblich beeinflussen. Die Hoffnung bleibt jedoch, dass diplomatische Lösungen die globalen Lieferketten stabilisieren werden.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

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