Atlético Madrid gewann zum Auftakt in LaLiga 2:0 gegen Málaga, doch im Mittelpunkt standen die Pfiffe der eigenen Fans für Julián Álvarez. Trainer Diego Simeone reagierte mit einer knappen Aussage, die die Spekulationen um den argentinischen Stürmer weiter anheizt, der um einen Verkauf gebeten hat.

Das Ergebnis war erfolgreich: 2:0 gegen Málaga mit Toren von Kang-in Lee und Álex Baena – doch die Partie am 19.08.2026 im Estadio Metropolitano wurde von einer ungewöhnlichen Szene überschattet. Mehrere Fans pfiffen und sangen gegen Julián Álvarez, den 26-jährigen argentischen Stürmer, der nicht im Kader stand und sich vor Spielbeginn um einen Verkauf bemüht hatte.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel fragte ein Journalist nach den Anfeindungen. Diego Simeone reagierte kurz und mit einem Ausdruck, der sofort für Debatten sorgte: „Sehr respektvoll gegenüber unseren Fans.“ Damit spielte er wahrscheinlich auf die Beziehung zwischen Spieler und Anhängerschaft an – die Interpretation bleibt offen.

Der Konflikt

Julián Álvarez kam im August 2024 für etwa 80 Mio. US-Dollar zum Atlético. Sein Vertrag läuft bis 2030, ausgestattet mit einer Klausel über 490 Millionen Euro. In einem Interview während der WM äußerte er: „Für alle Beteiligten ist eine Transfer das Beste, ich möchte meinen Traum verwirklichen.“ Das weckte sofort das Interesse von FC Barcelona und Real Madrid. Beide Klubs haben verbindliche Angebote eingereicht, doch die Atlético-Verantwortlichen um Präsident Enrique Cerezo lehnten konsequent ab. Cerezo sagte deutlich: „Ich habe schon gesagt, dass er nicht verkauft wird.“ Simeone hatte zuvor unterstrichen: „Wenn der Besitzer des Clubs so spricht, ist das wie bei einem Prozess: Es bleibt dabei.“

Stimmung und nächste Schritte

Während des 2:0-Sieges wurden mehrfach negative Gesänge auf Alvarez laut – von einer bestimmten Gruppe der Fans. In der offiziellen Mannschaftsfotos konnte man sehen, wie der Spieler mit ernster Miene ohne ein Lächeln posierte; das Foto ging durch die internationale Presse und wird als weiteres Zeichen seines Unmuts über die Blockade der Vereinsführung gedeutet. Im Training war Álvarez still und wirkte zunehmend unglücklich.

Für das Spiel gegen Villarreal am Sonntag, 23.08.2026, ebenfalls im Metropolitano, ließ Simeone seine Startelf offen. Auf die Frage nach dem Einsatz von Álvarez und den rückkehrenden WM-Spielern antwortete er kurz mit „Ich weiß nicht“ und beendete die Pressekonferenz. Der Transfermarkt in Spanien schließt am 1. September. Die Entscheidung liegt nun also bei der Führung, ob sie Alvarez ein neues Ziel – wie einen Wunschwechsel – zulässt oder den Spieler trotzdem abtritt. Die Stimmung bleibt explosiv, und der weitere Verlauf hängt von den nächsten Tagen ab.

Quelle: Imago.com