Ein kräftiges Wettersystem trifft das argentinische Patagonien. Der nationale Wetterdienst (SMN) hat gelbe und orange Warnungen vor Schneefällen bis zu 50 cm und starken Winden herausgegeben. Die Straßenverwaltung hat den Lkw-Verkehr auf wichtigen Routen eingeschränkt, während für das Wochenende mildere Temperaturen erwartet werden.

Ein winterliches Szenario in Patagonien

Die Provinz Neuquén im Nordwesten Patagoniens erlebt derzeit einen intensiven Wintereinbruch. Ein starkes Hochdruckgebiet mit 1038 hPa sorgt für stabile, aber eisige Bedingungen. Der nationale Wetterdienst Servicio Meteorológico Nacional (SMN) hat Warnungen herausgegeben, die große Teile der Provinz betreffen. Besonders betroffen sind die Andenregionen, wo Schneemengen von bis zu 50 Zentimetern erwartet werden.

Die Temperaturen können in den Hochlagen auf -14°C fallen, während in der Hauptstadt Neuquén (am Río Neuquén) Werte um den Gefrierpunkt gemessen werden. Die Region ist bekannt für ihre atemberaubende Berglandschaft und zieht im Winter viele Touristen an – allerdings nur mit entsprechender Ausrüstung.

Orange und gelbe Warnungen

Orange Warnung (erhebliche Gefahr): Gilt für die Departamentos Catán Lil, Collón Curá, Zapala sowie die tieferen Lagen von Aluminé, Huiliches und Lácar. Hier sind anhaltende Schneefälle mit Akkumulationen von 30 bis 50 cm möglich, lokal sogar mehr.

Gelbe Warnung (mäßige Gefahr): Betrifft das Departamento Los Lagos und weitere Andenabschnitte. Es werden 10 bis 30 cm Neuschnee erwartet, teils mit Schneeregen vermischt.

In der Provinzhauptstadt Neuquén sagt die lokale Wasserbehörde (AIC) eine Höchsttemperatur von 11°C und eine Tiefsttemperatur von -1°C voraus. Dazu kommen Winde aus Nordost mit bis zu 36 km/h und Böen von 45 km/h.

Straßensperrungen und Vorsichtsmaßnahmen

Die nationale Straßenverwaltung Vialidad Nacional hat präventive Beschränkungen für den Lkw-Verkehr verhängt. Die Maßnahme gilt vom 9. August ab 22:00 Uhr bis zum 10. August um 08:00 Uhr auf folgenden Routen:

  • RN 40: Zwischen der Kreuzung mit RN 237 und der Kreuzung mit RP 63 (bei Río Hermoso) sowie zwischen Junín de los Andes und der Grenze zur Provinz Mendoza.
  • RN 231: Zwischen der Kreuzung mit RN 40 und der Zollstelle am Paso Internacional Cardenal Samoré.
  • RN 237: Zwischen Piedra del Águila und der Kreuzung mit RN 40.

Der Grenzübergang Cardenal Samoré bleibt geöffnet, jedoch ist die Mitführung von Schneeketten obligatorisch. Reisende sollten unbedingt die aktuellen Verkehrsmeldungen prüfen.

Besserung am Wochenende in Sicht

Trotz der widrigen Bedingungen gibt es Grund zur Hoffnung: Ab dem 12. August werden steigende Temperaturen und ein allmählich aufklarender Himmel erwartet. Die Behörden empfehlen, unnötige Fahrten zu vermeiden, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Wetterlage zu verfolgen. Mit etwas Geduld wird die Sonne bald wieder über den Anden strahlen.

Quellen: SMN (Servicio Meteorológico Nacional), Vialidad Nacional, AIC (Autoridad Interjurisdiccional de Cuencas).