30/07/2026 19:16 - Deportes
River Plate, der traditionsreiche Klub aus Buenos Aires, trat am 30. Juli 2026 bei Gimnasia y Esgrima La Plata an – dem 2. Spieltag der Clausura 2026 (der zweiten Hälfte der argentinischen Saison). Die Mannschaft von Trainer Eduardo Coudet verlor mit 1:0 und kassierte damit die zweite Pleite in Folge. Laut TyC Sports hat River damit einen Negativrekord aus dem Clausura 1995 eingestellt – damals unter Trainer Carlos Babington. Doch die Geschichte zeigt: Große Vereine finden immer zurück. Am kommenden Sonntag gegen Rosario Central bietet sich die perfekte Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Zum Vergleich: 1995 verlor River zuerst 3:2 gegen Lanús und dann 3:0 gegen Rosario Central. Der schlechteste Start der Vereinsgeschichte liegt noch weiter zurück: 1906 gab es sieben Niederlagen in Folge in der zweiten Liga. Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden – und River hat alle Mittel, das Blatt zu wenden.
Der 24-jährige Mittelfeldspieler Alexis Steimbach war der große Held im Estadio Juan Carmelo Zerillo („El Bosque“). In der 80. Minute erzielte er nach einer Flanke von Maximiliano Zalazar das goldene Tor. Im Interview mit ESPN F3 verriet Steimbach den Schlüssel zum Sieg: „Wir haben versucht, Acuña und Montiel zuzustellen – das sind ihre besten Spieler, wenn sie über die Außen angreifen. Wir haben ein großartiges Spiel gemacht.“ Er lobte die Klasse des Gegners, betonte aber: „Sobald du auf dem Platz stehst, sind die Namen vergessen.“
Steimbach hob auch die Führungsqualitäten von Ignacio „Nacho“ Fernández hervor, einem Ex-River-Spieler, der heute das Mittelfeld von Gimnasia dirigiert und die Mannschaft emotional trägt.
Die Zeitung El Día veröffentlichte die Spielernoten: Steimbach erhielt die Bestnote 8. Doch nicht alles war rosig: Schiedsrichter Leandro Rey Hilfer bekam nur eine 4. Er verlor mehrfach die Kontrolle über das Spiel, zögerte bei Verwarnungen und ließ eine raue Gangart zu.
Auf Seiten von River erschwerten die Verletzungen von Marcos Acuña und Mauro Arambarri die ohnehin schwierige Nacht. Beide sind wichtige Stützen – Acuña als linker Außenverteidiger, Arambarri als defensiver Mittelfeldspieler. Ihre Ausfälle wiegen schwer.
Trainer Eduardo „Chacho“ Coudet zeigte sich selbstkritisch und bat die Vereinsführung laut Infobae um drei bis vier neue Spieler, um die fehlende Erfahrung in mehreren Mannschaftsteilen auszugleichen. Die gute Nachricht: Die Verstärkungen sind bereits in Planung!
Die Lage ist herausfordernd, aber auch vielversprechend. Mit gestandenen Größen wie Nicolás Otamendi (Innenverteidiger, Ex-Manchester City) und Ángel Correa (Stürmer, Atlético Madrid) sowie dem möglichen frischen Blut hat River alle Werkzeuge, um die Wende zu schaffen und um die Plätze für die Copa Libertadores 2027 zu kämpfen. Keine Panik – die Saison hat gerade erst begonnen!
Alfredo S. Quiroga