31/07/2026 09:32 - Internacionales
Der US-Präsident Donald Trump verkündete am 30. Juli 2026 ein „historisches“ Abkommen, das von seinem Friedensrat ausgehandelt wurde. Es sieht die „vollständige Entwaffnung“ der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen im Gazastreifen vor. Die Nachricht verbreitete sich über Trumps soziales Netzwerk Truth Social und weckt große Hoffnungen in der Region nach Jahren des Konflikts.
Laut Trump wird der Prozess in „sorgfältig strukturierten Phasen“ ablaufen. Mit fortschreitender Entwaffnung werden sich die israelischen Streitkräfte aus dem palästinensischen Gebiet zurückziehen und einer neuen Ära der Stabilität und Sicherheit Platz machen.
Eine Internationale Stabilisierungstruppe unter der Schirmherrschaft des Friedensrates wird gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei die Sicherheitsverantwortung in Gaza übernehmen. Zudem erklärte sich das Nationale Komitee für die Verwaltung Gazas (CNAG) unter der Leitung des palästinensischen Ökonomen Alí Shaath bereit zu handeln. Dieses Gremium aus Technokraten hat es sich zur Priorität gemacht, die grundlegenden öffentlichen Dienste wiederherzustellen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und die Wiederaufbaubemühungen im Gazastreifen zu leiten.
Hohe Hamas-Funktionäre bestätigten der BBC und der AFP, dass sie den Plan angenommen haben. Der Unterhändler Ghazi Hamad knüpfte den Beginn der Inventarisierung und Lagerung von Waffen an den „Rückzug der israelischen Besatzungstruppen, den Einzug des Nationalen Komitees in den Gazastreifen und den Beginn des Wiederaufbauprozesses“.
Bemerkenswert ist, dass die Hamas Anfang Juli 2026 Khalil al-Hayya zu ihrem neuen Führer wählte, als Nachfolger von Yahya Sinwar, der im Oktober 2024 getötet wurde. Al-Hayya hat die jüngsten Waffenstillstandsgespräche in Ägypten und Katar geleitet.
Der Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 forderte 1.221 Tote und 251 Geiseln. Die anschließende israelische Offensive in Gaza führte zu über 73.000 Toten, so das örtliche Gesundheitsministerium. Obwohl im Oktober 2024 ein Waffenstillstand in Kraft trat, hielt die verbleibende Gewalt an. Angesichts der neuen Ankündigung berichteten israelische Medien, dass ein Regierungsbüro den Vorschlag als „nicht den Forderungen entsprechend“ bewertete, der diplomatische Weg bleibe jedoch dank der Vermittlung Ägyptens, Katars und der Türkei offen.
Quellen: DW, Infobae, BBC Mundo und Radio Canal.
Alfredo S. Quiroga