Ein tragisches Ereignis in Guaymallén
Am Samstag, dem 8. August 2026, gegen 11:30 Uhr ereignete sich in der Provinz Mendoza ein erschütternder Verkehrsunfall. Auf der Brücke des Acceso Este, in Höhe der Calle Alberdi und nahe der Busstation von Mendoza, kollidierten zwei Fahrzeuge mit der Leitplanke und stürzten in die darunterliegende Straße.
Bei den Fahrzeugen handelte es sich um zwei Geländewagen (SUV): einen Nissan Kicks und einen Jeep. Laut lokalen Medien wie Infobae und La Nación war der Aufprall so heftig, dass die Schutzbarriere vollständig abgerissen wurde. Überwachungskameras der Gegend hielten den Moment fest, in dem beide Autos von der Fahrbahn abkamen und auf der rechten Seite in die Tiefe stürzten. Der Nissan Kicks landete auf dem Dach, während der Jeep frontal aufschlug – beide Fahrzeuge wurden völlig zerstört.
Die Opfer und ein heldenhafter Rettungseinsatz
In den Fahrzeugen befanden sich vier Erwachsene und zwei Kinder. Personal des Servicio de Emergencias Coordinado (SEC), Feuerwehr, Zivilschutz und Polizei trafen schnell am Unfallort ein, um die eingeklemmten Insassen zu befreien.
Tragischerweise verstarb eine erwachsene Person noch am Unfallort, trotz Wiederbelebungsversuchen. Doch dank des schnellen Einsatzes gab es Hoffnung: Die beiden Minderjährigen wurden per Korridor ins Kinderkrankenhaus Humberto Notti gebracht. Eines der Kinder erlitt einen Herzstillstand, konnte aber vom medizinischen Team stabilisiert werden und liegt weiterhin in kritischem Zustand mit ungewisser Prognose. Das andere Kind kam mit leichten Verletzungen davon. Von den verletzten Erwachsenen wurden drei in verschiedene Krankenhäuser gebracht, während der Fahrer des Jeeps direkt am Unfallort behandelt wurde.
Was ist fahrlässige Tötung?
Die Justiz hat einen der Fahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Dieses Delikt liegt vor, wenn eine Person den Tod einer anderen verursacht, ohne dies zu beabsichtigen – meist durch Nachlässigkeit, Unvorsichtigkeit oder Unerfahrenheit. Im Straßenverkehr wird es angewendet, wenn nachgewiesen wird, dass der Fahrer die Verkehrsregeln missachtet oder eine gefährliche Manöver ausgeführt hat, die den tödlichen Ausgang auslösten.
Ermittlungen und Kontext der Straßenarbeiten
Der Fall wird von der Polizeidienststelle 25° in Guaymallén bearbeitet, während Spezialisten der Kriminalpolizei stundenlang am Ort blieben, um Beweise zu sichern, Kameras auszuwerten und den Unfallhergang zu rekonstruieren. Aufgrund dieser ersten Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass es zuvor zu einer Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen auf dem Acceso kam, die zum Kontrollverlust führte. Aus diesem Grund wurde einer der Fahrer festgenommen und wird angeklagt, wie Diario El Sol berichtet.
Der Unfall ereignete sich in einem besonderen Kontext: Die Gemeinde Guaymallén hatte Bauarbeiten an einem Fußgängersteg des Acceso Este angekündigt, die um 8:00 Uhr am Samstag begannen. Die Gemeinde hatte zur Vorsicht gemahnt und zusätzliche Minuten wegen einer Umleitung in Richtung Innenstadt empfohlen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen und der eingerichteten Umleitungen ließ sich dieses neue tragische Ereignis nicht verhindern.
Quellen wie Filo News berichten, dass die Staatsanwaltschaft Alkohol- und Drogentests angeordnet sowie die Brückenkonstruktion überprüft hat, um auszuschließen, dass bauliche Mängel den Sturz der Fahrzeuge begünstigt haben.