Eine Frau wurde beim Schwimmen im Lake Tahoe in Nevada von einem Flussotter angegriffen und erlitt Verletzungen, die 38 Stiche erforderten. Es ist der zweite derartige Vorfall innerhalb eines Monats, was bei Besuchern und Wildtierbehörden Alarm ausgelöst hat.

Ein Schrecken im kristallklaren Wasser

Am vergangenen Sonntag erlebte Lynnette Bellin, Einwohnerin von Reno, eine beängstigende Erfahrung, als sie in den ruhigen Gewässern des Lake Tahoe in der Nähe von Hidden Beach auf der Nevada-Seite schwamm. Was wie ein entspannter Tag begann, wurde zum Albtraum, als ein Flussotter sie biss und unter Wasser zerrte, wobei er sie mit Zähnen und Krallen an Beinen und Füßen angriff.

Bellin, die mit Hilfe von Ersthelfern aus dem Wasser kam, wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo sie 38 Stiche und vorbeugende Tollwutimpfungen erhielt. Glücklicherweise ist ihr Zustand stabil und sie befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung.

Ein besorgniserregendes Muster

Dieser Angriff ist kein Einzelfall. Laut The Guardian wurde im August ein Mann am Pope Beach auf der kalifornischen Seite des Sees von einem Otter angegriffen und erlitt 8 Bisswunden an verschiedenen Körperstellen. Die örtlichen Behörden untersuchen nun, ob es sich um dasselbe Tier handelt oder ob ein ungewöhnliches Territorialverhalten in der Gegend vorliegt.

Wichtige Fakten zum Vorfall

FaktDetail
DatumSonntag, vor dem 2. September 2026
OrtLake Tahoe, Nevada (nahe Hidden Beach)
OpferLynnette Bellin, Einwohnerin von Reno
Verletzungen38 Stiche, Tollwutimpfungen
Zweiter Angriff in einem MonatJa, nach dem Vorfall am Pope Beach im August

Warum greifen Otter an?

Flussotter sind normalerweise scheue Tiere und stellen selten eine Bedrohung für Menschen dar. Jedoch erklärte Kenzie Margiott, Sprecherin des Nevada Department of Wildlife, dass solche Angriffe „sehr selten“ seien und möglicherweise mit dem Schutz von Jungtieren zusammenhängen. „Im Spätsommer sind Mütter besonders territorial und können Schwimmer als Bedrohung wahrnehmen“, sagte Margiott in einer Stellungnahme, die von der britischen Zeitung zitiert wurde.

Experten empfehlen Besuchern des Sees, einen angemessenen Abstand zu Wildtieren zu halten, sie nicht zu füttern und das Schwimmen in Gebieten zu vermeiden, in denen aktive Tiere gesichtet wurden. Bei einer engen Begegnung ist es am besten, sich langsam zurückzuziehen und keine plötzlichen Bewegungen zu machen.

Ein Touristenziel, das weiterhin glänzt

Trotz dieser Vorfälle bleibt der Lake Tahoe eines der schönsten Reiseziele der Region, berühmt für sein türkisfarbenes Wasser und seine Berglandschaften. Die örtlichen Behörden arbeiten daran, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, und erinnern daran, dass ein Zusammenleben mit der Tierwelt möglich ist, wenn man die natürlichen Lebensräume respektiert.

Die Nachricht wurde ursprünglich von The Guardian am 2. September 2026 veröffentlicht.