Ein historischer Prozess für den Hip-Hop
Am Montag, dem 17. August 2026, versammelten sich Fans von Tupac Shakur vor einem Gericht in Las Vegas, um die Eröffnungsplädoyers im Prozess gegen Duane 'Keffe D' Davis zu verfolgen – dem einzigen Mann, der für den Mord an dem Rapper angeklagt ist, der sich am 7. September 1996 ereignete. Davis, 63 Jahre alt, ist angeklagt wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe in der Absicht, eine kriminelle Bande zu fördern, zu unterstützen oder zu unterstützen. Er plädierte auf nicht schuldig; im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft ohne Bewährung.
Der Fall blieb fast 30 Jahre lang ungelöst, bis Davis 2023 offiziell angeklagt wurde. Sein eigenes Memoir, Compton Street Legend (2019), und seine Interviews mit der Polizei waren entscheidend für die Wiederaufnahme der Ermittlungen.
Die Nacht des Verbrechens
Am 7. September 1996 besuchten Tupac Shakur und der Mitbegründer von Death Row Records, Marion 'Suge' Knight, einen Boxkampf zwischen Mike Tyson und Bruce Seldon im MGM Grand in Las Vegas. Nach dem Kampf griffen Shakur und sein Gefolge Orlando 'Baby Lane' Anderson an, den Neffen von Davis und mutmaßliches Mitglied der South Side Compton Crips. Stunden später, während Shakur in Knights BMW fuhr, zog ein weißer Cadillac neben sie und eröffnete das Feuer. Shakur wurde von vier Kugeln getroffen und starb sechs Tage später im Alter von 25 Jahren.
Anklage und Verteidigung
Die Staatsanwaltschaft behauptet, Davis habe den Angriff als Vergeltung für die Schlägerei gegen seinen Neffen organisiert. In seinem Buch schrieb Davis: „Wir konnten nicht zulassen, dass uns das Studio-Gangster einer Plattenfirma antun.“ Die Verteidigung, angeführt von Anwalt Michael Sanft, argumentiert, das Buch sei „fiktionalisiert“ worden, um Exemplare zu verkaufen, und es gebe keine Beweise, dass Davis den Angriff angeordnet habe. Davis bestritt in einem kürzlichen Interview, in jener Nacht in Las Vegas gewesen zu sein, und sagte, er habe das Buch nicht geschrieben.
Zeugen und Protagonisten
Die Jury besteht aus sechs Männern und zehn Frauen, mit vier Ersatzleuten. Die Staatsanwaltschaft plant, zwischen 35 und 45 Zeugen zu laden, darunter Suge Knight, den einzigen lebenden Augenzeugen neben dem Angeklagten, obwohl Knight erklärt hat, nicht aussagen zu wollen. Auch Familienangehörige von Shakur, der ehemalige Bürgermeister von Las Vegas, Oscar Goodman, und der ehemalige Detektiv Greg Kading könnten aussagen. Die Verteidigung wird nur wenige Zeugen laden und hat nicht bestätigt, ob Davis selbst aussagen wird.
Die anderen drei Männer, die im Cadillac saßen, sind alle verstorben: Orlando Anderson (starb 1998), Deandrae 'Freaky' Smith (2004) und Terry 'Bubble Up' Brown (2015).
Das Vermächtnis von Tupac
Tupac Shakur, geboren 1971, gilt als einer der einflussreichsten Rapper aller Zeiten. Er wurde für sechs Grammy Awards nominiert und 2017 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Sein Album All Eyez on Me war das erste Doppelalbum eines Solo-Hip-Hop-Künstlers, das Platz eins der Billboard-Charts erreichte. Sein Tod, zusammen mit dem von The Notorious B.I.G., markierte eine Ära der Rivalitäten zwischen der Ost- und Westküste des Rap.
Der Prozess, der etwa einen Monat dauern könnte, wird als historischer Moment für die Justiz und für Fans angesehen, die jahrzehntelang Antworten gefordert haben. Shakurs Stiefbruder Maurice 'Mopreme' Shakur sagte, den Prozess zu verfolgen werde „retraumatisierend“, aber wichtig für die Familie sein.