Ein neues Kapitel in der Suche nach Frieden in Gaza
Wie Infobae und Cadena 3 berichten, hat der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu am Sonntag, den 9. August 2026, den von US-Präsident Donald Trump am 30. Juli vorgeschlagenen 15-Punkte-Friedensplan abgelehnt. Die Initiative zielt darauf ab, die zweite Phase der Waffenruhe in der Region voranzutreiben.
Israels Position: Erst vollständige Entwaffnung
Bei einer Kabinettssitzung betonte Netanyahu, dass die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) keinen Rückzug aus Gaza durchführen würden, bis die palästinensische Gruppe tatsächlich entwaffnet sei. „Wenn ich von der Entwaffnung der Hamas spreche, meine ich schwere Waffen, weniger schwere Waffen, alle Waffen“, erklärte er und setzte damit eine klare Linie vor den Wahlen im Oktober.
Die Friedensinitiative bittet um Vertrauen
Der Generaldirektor der Friedensinitiative, Nickolay Mladenov, verteidigte die Verifikationsmechanismen. „Niemand ist verpflichtet, etwas zu tun, schon gar nicht Israel, bevor wir verifizierte Maßnahmen vor Ort haben“, sagte er und betonte, dass der Plan Israel nicht daran hindere, sich gegen Angriffe zu verteidigen.
US-Quellen relativieren
US-Quellen, die vom israelischen Fernsehen zitiert wurden, interpretierten Netanyahus Ablehnung als politische Geste im Hinblick auf die Wahlen im Oktober. Sie zeigten Verständnis für seine politischen Bedürfnisse, solange er die Angriffe in Gaza weiterhin eindämme.
Innere Reaktionen und der palästinensische Vorwurf
Die Ablehnung des Plans sorgte für Spaltung. Wie Infobae berichtet, feierte der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, die Entscheidung als „schmerzhafte Ohrfeige“ für diejenigen, die auf Abkommen Dritter vertrauten. „Israels Sicherheit wird nur durch Stärke aufgebaut“, betonte er.
Die palästinensische Außenministerin Varsen Aghabekian Shahin beschuldigte Netanyahu, eine Einigung über Gaza bis nach den israelischen Wahlen hinauszuzögern, wie Radio Canal meldete. Shahin warnte vor einer „gefährlichen Wende“ der Siedlergewalt im Westjordanland, die das Leben der Palästinenser und die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung beeinträchtige.
Ein hoffnungsvoller Ausblick
Trotz der Herausforderungen und gegensätzlichen Positionen geht der Dialog weiter. Die formelle Annahme des Plans durch die Hamas – wenn auch an den israelischen Rückzug geknüpft – und die internationale Vermittlung halten die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden aufrecht, der allen Menschen in der Region zugutekommt.