Ein Sieg für den Naturschutz in Neuseeland
Veröffentlicht am 4. August 2026 | Quelle: The Guardian
Die Geschichte von Neun Leben, einem großen grauen getigerten Kater, der die neuseeländische Wildwelt terrorisierte, hat ein Ende gefunden. Nach drei Jahren frustrierender Versuche, ihn zu fangen, wurde das Raubtier am 30. Juli 2026 gefangen und auf humane Weise eingeschläfert, was einen hoffnungsvollen Meilenstein für die Erhaltung der heimischen Arten auf der Purerua-Halbinsel auf der Nordinsel Neuseelands markiert.
Die Auswirkungen auf die Pāteke-Ente
Neun Leben war für den Tod von Dutzenden Pāteke verantwortlich, auch bekannt als Braunente (brown teal), der seltensten Ente des neuseeländischen Festlandes. Man schätzt, dass die Katze 1 % der Population dieser gefährdeten Art auslöschte. Zudem ernährte sie sich von Küken des Kiwis (dem flugunfähigen Nationalvogel Neuseelands) und heimischen Eidechsen.
Ein dreijähriges Katz-und-Maus-Spiel
Das Team von Pest Free Purerua, einem lokalen Naturschutzprojekt, das sich der Ausrottung von Schädlingen verschrieben hat, brachte 2023 zwanzig Pāteke-Enten auf die Halbinsel. Innerhalb einer Woche erschien das erste Opfer. Fallenkameras identifizierten eine Katze mit markanten Mustern. Trotz aller Bemühungen zeigte das Tier ein sehr unregelmäßiges Verhalten, erschien bei Einbruch der Dunkelheit, um Mitternacht oder am helllichten Tag, ohne vorhersehbares Muster.
Im Jahr 2024 wurde erneut versucht, 20 Exemplare freizulassen, aber dieselbe Katze kehrte zurück und tötete 15 weitere. Andy Mentor, der Projektmanager, beschrieb die Situation als eine sehr stressige Zeit. Die Katze entkam mehrmals den Fallen und erwarb ihren berühmten Spitznamen.
Bildung und Zukunft
Obwohl der Fang in den sozialen Netzwerken Debatten auslöste, ist die Entscheidung ein entscheidender Schritt für das Ökosystem. Der Körper von Neun Leben wird untersucht, um den Inhalt seines Magens zu analysieren. Danach wird er präpariert (ausgestopft), um als pädagogisches Werkzeug über die verheerenden Auswirkungen von wilden Katzen auf die endemische Fauna zu dienen.
Neuseeland hat über 2,5 Millionen wilde Katzen, die die Artenvielfalt bedrohen. Im November hat die Regierung sie in die Strategie Predator-Free 2050 aufgenommen, die darauf abzielt, invasive Raubtiere bis 2050 vollständig zu eliminieren. Mit diesem Schritt zur vollständigen Beseitigung dieser Raubtiere feiern Naturschützer diesen Sieg und hoffen, in Zukunft Pāteke-Enten sicherer wieder auswildern zu können.