31/07/2026 18:29 - Internacionales
Der US-Präsident Donald Trump bezog sich in einem Interview mit Fox News am 31. Juli 2026 auf die dramatische Lage in der spanischen Stadt Ceuta. Mehr als 50.000 Menschen waren innerhalb von 24 Stunden aus Marokko eingereist. Trump bezeichnete die Bilder als „schrecklich“ und warnte: „Erinnern Sie sich an dieses Bild. Das werden wir in drei Jahren sein, wenn das falsche Lager an die Macht kommt.“
In einer anschließenden Kabinettssitzung in Camp David fügte Trump hinzu: „Es sieht aus wie die Invasion eines Landes durch Hunderttausende – und das Gleiche wird uns passieren, wenn die Republikaner die Wahlen nicht gewinnen, nur schlimmer, viel größer.“ Die Aussagen fallen wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen und zielen auf die Migrationspolitik der Demokraten ab.
Die Krise eskalierte, nachdem der spanische Oberste Gerichtshof die sogenannten „heißen Zurückweisungen“ auf See verboten hatte. Tausende junge Marokkaner schwammen oder wateten über den Grenzdamm Tarajal nach Ceuta. Die spanische Regierung entsandte daraufhin Armee, Nationalpolizei und Guardia Civil, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Erfreulicherweise zeigte die Zusammenarbeit zwischen Spanien und Marokko rasch Wirkung. Innenminister Fernando Grande-Marlaska berichtete, dass bis zum Morgen des 31. Juli bereits über 25.000 Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt seien – mit einer Rate von 150 pro Minute. Die Lage normalisiert sich zusehends.
Die US-Botschaft in Spanien riet ihren Bürgern, Reisen nach Ceuta und Melilla zu vermeiden, da unvorhersehbare und gefährliche Situationen möglich seien. Man solle die Anweisungen der lokalen Behörden befolgen.
Das US-Außenministerium unter Marco Rubio bekundete seine Unterstützung für das spanische Volk angesichts der Verletzung der Souveränität und kündigte Maßnahmen zum Schutz der Amerikaner an. Vizepräsident JD Vance und Berater Stephen Miller nutzten die Gelegenheit, um Trumps harte Einwanderungspolitik zu verteidigen.
Auch aus Israel kam Kritik: Botschafter Danny Dannon und Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir spotteten über die Regierung von Pedro Sánchez, der für seine israelkritische Haltung bekannt ist, und schlugen vor, Spanien solle Gaza-Bewohner aufnehmen.
Alfredo S. Quiroga