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Huthis verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien und eskalieren Nahostkonflikt

20/07/2026 16:11 - Internacionales

Ein neuer Schauplatz im Nahen Osten

Die Lage im Nahen Osten wird zunehmend komplexer. Laut Berichten internationaler Medien wie Infobae und La Nación haben die Huthi-Rebellen im Jemen am 20. Juli 2026 die Verhängung einer Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt.

Die auf dem Prinzip 'Auge um Auge' basierende Maßnahme ist eine Reaktion auf das, was die Huthis als eine 'ungerechte Belagerung' durch Saudi-Arabien bezeichnen, sowie auf einen Angriff der international anerkannten jemenitischen Regierung auf den von den Aufständischen kontrollierten internationalen Flughafen von Sanaa am 13. Juli 2026. Der Huthi-Militärsprecher Yahya Sarea gab an, dass die Entscheidung mit sofortiger Wirkung in Kraft trat.

Bedrohung für die Energieversorgung

Die Huthi-Blockade bedroht direkt die Bab-el-Mandeb-Straße. Für unsere Leser fernab der Region: Dies ist eine strategisch wichtige Meerenge, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt darstellt. Eine vollständige Sperrung dieser Route würde die weltweite Ölversorgung um 7% verringern, was sich zum bereits durch den Krieg im Persischen Golf verursachten Rückgang von 10% gesellt.

Angesichts dieser Unsicherheit lag der Preis für Brent-Rohöl bei etwa 88,55 US-Dollar pro Fass, während der WTI-Preis nach Erwartungen möglicher Verhandlungen, die die Märkte beruhigten, auf 82,30 US-Dollar fiel. Die aktive Diplomatie weckt Hoffnung auf eine baldige Stabilisierung der Preise.

Kontext: Wer sind die Huthis?

Die Huthis sind eine schiitische Rebellengruppe im Jemen, die von Iran unterstützt wird. Sie kontrollieren die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Nordens des Landes seit 2014. Ihre Ausrichtung auf Teheran macht sie zu einem Schlüsselakteur im aktuellen Konflikt, der den Iran mit den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten in der Region konfrontiert.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran

Parallel dazu absolvierte das US-Zentralkommando (CENTCOM) seine neunte Nacht in Folge von Angriffen auf den Iran, ein Konflikt, der am 28. Februar 2026 begann. Der iranische Präsident Masud Pezeshkian warnte, dass das Land einem 'großangelegten Krieg' gegenübersteht.

Der offizielle Bericht vermeldete mindestens 50 Tote und mehr als 500 Verletzte auf iranischer Seite sowie 17 tote US-Soldaten seit Beginn der Feindseligkeiten. Am Montag gab die jordanische Armee an, drei auf das Königreich abgefeuerte iranische Raketen abgefangen zu haben.

Diplomatische Bemühungen und Spannungen mit Frankreich

Trotz der militärischen Eskalation bleibt die Diplomatie aktiv. Iranische Beamte bestätigten gegenüber Reuters den Erhalt eines Vorschlags von Vermittlern für einen 10-tägigen Waffenstillstand, um frühere Abkommen wiederzubeleben. Pakistan, Katar und Oman agieren als Vermittler im Konflikt, was einen hoffnungsvollen Schritt in Richtung Frieden darstellt.

Auf einer anderen Front verurteilte die französische Regierung am Montag eine 'äußerst schwerwiegende Einschüchterungsaktion', nachdem zwei Mitarbeiter ihrer Botschaft in Teheran von iranischen Sicherheitsdiensten festgenommen und vernehmungshalber befragt worden waren. Diese Mitarbeiter befinden sich nun in Sicherheit in der diplomatischen Vertretung.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga