Die Premiere der Netflix-Serie „Moria“ sorgt für mächtig Zündstoff: Lali Espósito blieb der Veranstaltung fern, und TV-Journalist Marcelo Polino wirft ihr vor, sich bei den Dreharbeiten isoliert zu haben. Die Sängerin kontert mit schweren Vorwürfen – und die Diva selbst schaltet sich ein, um zu schlichten.

Ein Skandal bei der glamourösen Premiere

Bei der exklusiven Vorpremiere der Netflix-Biopic-Serie „Moria“ im traditionsreichen Teatro Lola Membrives in Buenos Aires fehlte eine der Hauptfiguren: Lali Espósito. Die 33-jährige Sängerin und Schauspielerin, die in der Serie eine wichtige Rolle spielt, erschien nicht zur Veranstaltung. Das weckte sofort Spekulationen über einen angeblichen Zerwürfnis mit der 80-jährigen Diva Moria Casán, um deren Leben sich die Serie dreht.

Für ordentlich Gesprächsstoff sorgte dann Marcelo Polino, eine bekannte Größe im argentinischen Showgeschäft. Am Dienstag, dem 18. August, moderierte er die Sendung La mañana con Moria („Der Morgen mit Moria“) auf dem Sender El Trece, als Vertretung für die eigentliche Gastgeberin Casán. In der Sendung behauptete Polino, dass sich Espósito bei den Dreharbeiten zur finalen Episode bewusst von den anderen prominenten Gästen ferngehalten habe.

„Im letzten Kapitel lädt Moria uns zu einer Gruppe von Freunden ein, und wir waren alle an einem Ort, nur eine Person entschied sich, nicht bei uns zu sein. Lali Espósito wollte sich nicht mit uns treffen, sie war woanders und alle Freunde waren woanders“, erzählte der Journalist in der Sendung.

Polinos Anschuldigungen und der Bruch 2021

Polino, der sich selbst als „Pate“ von Lalis Fangemeinde für ein ganzes Jahrzehnt bezeichnet, erklärte, dass das Verhältnis zu der Künstlerin im Jahr 2021 zerbrach. Damals habe sie sich „auf das hohe Ross gesetzt“ (im Original: „se subió al pony“) und Dinge getan, die ihm nicht gefielen. „Mit mir hat sie eine Rechnung offen, ich weiß nicht, ob auch mit anderen“, fügte er hinzu. Diese Aussagen sorgten sofort für heftige Diskussionen in den sozialen Medien.

Lalis scharfe Antwort: „Eine Lüge aus Boshaftigkeit“

Die Reaktion von Lali Espósito ließ nicht lange auf sich warten. In der Sendung LAM (auf América TV) schickte sie Nachrichten an Moderator Ángel de Brito, in denen sie die Vorwürfe vehement dementierte und als „eine große Bosheit“ bezeichnete. Sie deutete sogar an, dass Polinos Aussagen einen politischen Hintergrund haben könnten, da der Journalist in der Nähe des Umfelds von Argentiniens Präsidenten Javier Milei verortet wird. „Es ist eine aus Boshaftigkeit geborene Lüge“, schoss die Sängerin zurück.

Moria Casán schaltet sich ein: „Loviu Gladiadora“

Mitten im Sturm der Entrüstung ergriff die Hauptperson selbst das Wort. Moria Casán, die ungekrönte Königin des argentinischen Showbusiness, nutzte ihre sozialen Netzwerke, um jegliche Gerüchte über einen Streit mit Lali aus dem Weg zu räumen. Sie teilte ein Interview, das Fefe Bongiorno während der Dreharbeiten mit Lali geführt hatte, und schrieb dazu die kryptische, aber kraftvolle Botschaft: „Loviu Gladiadora“ (ein Kofferwort aus „Love you“ und „Gladiatorin“).

Lali wiederum postete auf Instagram eine Story von einem ihrer eigenen Konzerte, das sie trotz strömenden Regens gab, mit den Worten: „QUIENES SOON?!“ (ein Ausdruck aus dem argentinischen Slang, etwa „Wer sind diese Leute?!“) und fügte hinzu: „Ich nutze diesen großartigen Moment der Show, um zu sagen, dass die Serie der One (Moria) herausgekommen ist und meine Bewunderung und Verehrung absolut ist.“ Damit stellte sie klar, dass zwischen ihr und Moria alles in bester Ordnung ist.

Polino kontert mit Instagram-Statement

Am Mittwoch, dem 19. August, legte Marcelo Polino in einem langen Instagram-Post nach. Er bekräftigte seine Version der Ereignisse: „Die berühmten Gäste waren alle in einem Saal des Palastes und du warst allein in einem anderen. Das ist weder gut noch schlecht, es ist einfach das, was passiert ist.“

Weiterhin wies er Lalis Andeutung eines politischen Motivs entschieden zurück: „Spinn dir keine politischen Hintergründe zusammen. Javier Milei war noch nicht einmal Abgeordneter, als das passierte. Zieh mich nicht in diesen Sumpf.“ Und er fügte einen väterlichen Ratschlag hinzu: „Wenn du jemals etwas klären musst, ruf mich an, wie in jenen Nächten, als ich in Paris war. Bleib ruhig. Weniger mentales Netflix und mehr Realität. #Ego“ – eine Anspielung auf einen Lali-Song, der damit zum Schlagwort der Auseinandersetzung wurde.

Stimmen aus der Branche und die nächste Kontroverse

Der Streit beschäftigt auch andere argentinische Prominente. In der Sendung Entrometidos en la tele (auf Canal NET) kritisierte Adriana Aguirre Lalis Verhalten, würdigte jedoch ihre künstlerische Karriere. Andrea Bisso hingegen verteidigte die Sängerin und erinnerte daran, dass Lalis Erfolg nicht nur auf ihre Zusammenarbeit mit dem TV-Mogul Marcelo Tinelli zurückzuführen sei, sondern auch auf ihre Arbeit mit Produzent Adrián Suar in der beliebten Serie Esperanza mía.

Währenddessen sorgt die Serie selbst für weitere Schlagzeilen: Fátima Florez hielt sich bedeckt und lobte Lali als Künstlerin. Zudem gibt es Berichte über eine Klage von Luis Vadalás Tochter wegen der Darstellung ihres Vaters in der Serie. Die Serie „Moria“ ist damit nicht nur ein TV-Event, sondern auch ein gesellschaftlicher Aufreger.

Was ist die Serie „Moria“? Die Biopic-Serie „Moria“ ist eine Netflix-Produktion über das Leben von Moria Casán, einer der schillerndsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der argentinischen Unterhaltungsbranche. Sie ist seit den 1970er-Jahren als Schauspielerin, Moderatorin und Diva des lateinamerikanischen Showbusiness aktiv. Die Serie beleuchtet ihren Aufstieg, ihre Skandale und ihr Privatleben. Lali Espósito spielt eine zentrale Rolle in der Serie, was den Konflikt zwischen ihr und Polino besonders brisant macht.