30/07/2026 18:37 - Economia
Am 30. Juli 2026 erlebten die argentinischen Finanzmärkte einen hoffnungsvollen Erholungstag, angetrieben von einer soliden Rallye an der Wall Street. Wie Fachmedien wie Infobae und El Cronista berichteten, verbesserte die positive Aufnahme der Unternehmensbilanzen in den USA die Stimmung der Anleger und kam auch den lokalen Vermögenswerten zugute.
Der Technologieindex Nasdaq führte die Gewinne mit einem Plus von 2,8 % an, während der Industriedurchschnitt Dow Jones um 1,2 % und der S&P 500 um 1,7 % zulegten. Der große Katalysator dieser Bewegung war die Vorlage der Ergebnisse von Microsoft, dessen Aktien um fast 15,5 % sprangen und damit Zweifel an den Investitionen in künstliche Intelligenz zerstreuten.
Die US-Notenbank (Fed) hatte auf ihrer Sitzung am 29. Juli den Leitzins in der Spanne von 3,50 % – 3,75 % belassen. Zusammen mit der moderaten Inflation des PCE von 3,7 % im Jahresvergleich (Juni) ergab sich ein günstiges Umfeld für Schwellenländer.
An der Börse von Buenos Aires stieg der Index S&P Merval um 2,2 % auf 3.304.918 Punkte. Der Anstieg wurde von den Sektoren Finanzen und Energie angeführt, die eine bemerkenswerte Vitalität zeigten.
Die argentinischen Unternehmen, die an der Wall Street notieren (sogenannte ADRs), verzeichneten überwiegend Gewinne. Besonders hervorzuheben sind Central Puerto mit einem Plus von bis zu 7,8 %, Edenor (+7 %), Banco Supervielle (+6,9 %) und Transportadora de Gas del Sur (+5,5 %).
Der Riesgo País (Länderrisiko) ist ein Indikator, der den Aufschlag misst, den der Markt von einem Land für die Kreditaufnahme verlangt. Je niedriger, desto besser der Zugang zu externer Finanzierung. Nach mehreren Tagen des Drucks gelang es dem argentinischen Länderrisiko, erstmals seit sechs Handelstagen zu fallen, und zwar auf 441 Basispunkte – eine Verbesserung von fast 1 % gegenüber dem vorherigen Handelstag.
Die auf Dollar lautenden Staatsanleihen (Bonares und Globales) zeigten sich gemischt mit leichten Schwankungen, doch der lokale Markt zeigte sich widerstandsfähig gegenüber den internationalen geopolitischen Spannungen. Der Preis für Brent-Öl, der aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran über 90 Dollar pro Barrel gestiegen war, gab um fast 1,4 % nach und stabilisierte sich bei 89,43 Dollar.
Alfredo S. Quiroga