NEUESTE
FIFA leitet Disziplinarverfahren gegen Argentinien ein: Schlägerei im Finale und Malwinen-Flagge Messi zurück in Miami: Die Zukunftsentscheidung für Argentinien rückt näher Argentinischer Getreidemarkt: Dynamische Woche mit stabiler Soja und Chancen in Rosario Fed belässt Leitzins unverändert – Argentinien zeigt Stärke trotz globaler Unsicherheit Investitionen in Argentinien: Herausforderungen im ersten Halbjahr und die Hoffnung des RIGI Lucha contra la trata de personas: cómo la tecnología transformó el delito y qué se hace para combatirlo UOM-Tarifverhandlungen: Stahlindustrie-Angebot abgelehnt, August-Gehälter bleiben unverändert Argentinischer Senat stimmt am 6. August über umstrittenes Grundstücks- und Enteignungsgesetz ab Argentinien verschärft Einwanderungsgesetz: Kein Platz für Hass und Symbolschändung River Plate in der Krise: Negativrekord nach 31 Jahren – Coudet spricht Klartext FIFA leitet Disziplinarverfahren gegen Argentinien ein: Schlägerei im Finale und Malwinen-Flagge Messi zurück in Miami: Die Zukunftsentscheidung für Argentinien rückt näher Argentinischer Getreidemarkt: Dynamische Woche mit stabiler Soja und Chancen in Rosario Fed belässt Leitzins unverändert – Argentinien zeigt Stärke trotz globaler Unsicherheit Investitionen in Argentinien: Herausforderungen im ersten Halbjahr und die Hoffnung des RIGI Lucha contra la trata de personas: cómo la tecnología transformó el delito y qué se hace para combatirlo UOM-Tarifverhandlungen: Stahlindustrie-Angebot abgelehnt, August-Gehälter bleiben unverändert Argentinischer Senat stimmt am 6. August über umstrittenes Grundstücks- und Enteignungsgesetz ab Argentinien verschärft Einwanderungsgesetz: Kein Platz für Hass und Symbolschändung River Plate in der Krise: Negativrekord nach 31 Jahren – Coudet spricht Klartext
Español English 中文 Português Français Italiano Deutsch العربية Русский اردو

Kristalina Georgieva in Argentinien: Optimismus und Abendessen mit den mächtigsten Unternehmern

29/07/2026 03:04 - Economia

Besuch der IWF-Chefin in Argentinien

Vom 27. bis 28. Juli 2026 weilte die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, in Argentinien. Ihr Besuch hinterließ eine Welle des Optimismus. Sie besichtigte das riesige Schieferölvorkommen Vaca Muerta in der Provinz Neuquén und nahm an einem diskreten Abendessen mit dem sogenannten „roten Kreis“ der argentinischen Wirtschaft teil – den zehn einflussreichsten Unternehmern des Landes. Laut übereinstimmenden Medienberichten zeigte sich Georgieva überzeugt vom wirtschaftlichen Kurs des Landes.

Das Abendessen im Palacio Duhau

Am 28. Juli 2026 fand im edlen Palacio Duhau im Stadtteil Recoleta ein exklusives Abendessen statt. Organisiert wurde es von Max Alier Montenegro, dem Leiter der IWF-Vertretung in Argentinien. Die Gästeliste umfasste zehn Top-Unternehmer – bewusst ohne Regierungsvertreter von Präsident Javier Milei. Georgieva wollte die ungefilterte Meinung der Privatwirtschaft hören. Das Menü bestand aus Burrata, Lendenfilet mit Kartoffelpüree und als Höhepunkt einer Crème brûlée mit Dulce de Leche. Die Gespräche drehten sich um die Wirtschaftslage, Steuerlast, Schattenwirtschaft und Lehren aus der Vergangenheit wie das Scheitern der Konvertibilität. Beim Abschied um 22:00 Uhr sagte Georgieva: „Ich bin überzeugt, dass in naher Zukunft nicht Argentinien den IWF um Geld bitten wird, sondern der IWF Argentinien um einen Beitrag.“

Die zehn geladenen Unternehmer

Die Auswahl der Gäste spiegelte die Sektoren wider, die der IWF als entscheidend für das Wachstum ansieht:

  • Eduardo Elsztain (IRSA / Banco Hipotecario)
  • Jorge Brito (Banco Macro / Genneia)
  • Marcos Bulgheroni (Pan American Energy)
  • Juan Martín de la Serna (Mercado Libre)
  • Pierpaolo Barbieri (Ualá)
  • Mariana Schoua (AmCham)
  • Isela Costantini (Grupo ST)
  • Martín Pérez de Solay (Glencore)
  • Daniel Novegil (Ternium)
  • Catalina Cascio (Ferrosider)

Besuch in Vaca Muerta und der Energieüberschuss

Am 28. Juli 2026 reiste Georgieva nach Neuquén, begleitet von Wirtschaftsminister Luis Caputo, Vize-Wirtschaftsminister José Luis Daza und dem YPF-Vorsitzenden Horacio Marín. Sie besichtigten das Feld Loma Campana, das 16 % des gesamten Öls aus Vaca Muerta fördert. Der Besuch dauerte von 10:00 bis 13:00 Uhr und sollte den Motor der argentinischen Energiezukunft demonstrieren.

Die Zahlen untermauern den Optimismus: Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Argentinien einen Handelsbilanzüberschuss bei Brennstoffen und Energie von 5,076 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 61,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rohöl verdrängte Sojamehl als wichtigstes Einzelexportgut. Die Branche prognostiziert, dass die Energieexporte bis 2030 auf 28 Milliarden US-Dollar und bis 2035 auf 42 Milliarden US-Dollar steigen könnten.

Eine vielversprechende Zukunft

Der Besuch der IWF-Chefin hinterließ einen sehr positiven Eindruck. Georgieva lobte die Währungsreserven der Zentralbank (49 Milliarden US-Dollar), den Rückgang der Inflation und die Haushaltsdisziplin. Sie räumte ein, dass das Wachstum noch nicht alle Sektoren gleichermaßen erreicht habe, betonte aber, dass der Kurs stimme. Das Abendessen und der Besuch in Vaca Muerta stärkten das Vertrauen, dass Argentinien auf dem Weg ist, ein Netto-Energieexporteur und ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft zu werden.

Quellen: El Economista, La Nación, Infobae, Revista Anfibia.

Heutige Nachrichten
Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga