Der argentinische Traditionsverein River Plate gastiert am Mittwoch, den 19. August 2026, um 21:30 Uhr (argentinische Zeit) bei Independiente Santa Fe in Bogotá. Doch der Millonario muss auf drei Schlüsselspieler verzichten: Gonzalo Montiel, Marcos Acuña und Sebastián Driussi sind verletzt. Trainer Eduardo Coudet plant daher eine taktische Notlösung mit Innenverteidiger Lucas Martínez Quarta auf der rechten Abwehrseite.

Eine schwere Hypothek für das Achtelfinal-Hinspiel

Die Nachricht traf River Plate wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Kapitän Gonzalo Montiel zog sich im Meisterschaftsspiel gegen Argentinos Juniors eine Überlastung der linken Adduktoren zu und kann nicht nach Kolumbien reisen. Damit fehlt dem Team von Eduardo Coudet im Hinspiel des Achtelfinales der Copa Sudamericana gegen Independiente Santa Fe ein absoluter Führungsspieler. Anpfiff ist am Mittwoch, den 19. August 2026, um 21:30 Uhr (argentinische Zeit) im Estadio El Campín in Bogotá, das auf stolzen 2.600 Metern über dem Meeresspiegel liegt – eine echte Herausforderung für jeden Gast.

Doch Montiel ist nicht der einzige Ausfall. Auch Marcos Acuña (Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel) und Sebastián Driussi (Wadenbeinriss) konnten nicht in die kolumbianische Hauptstadt reisen. Damit fehlen dem Chacho gleich drei Stammkräfte, die für das offensive und defensive Gleichgewicht so wichtig sind.

Die Ausfälle im Überblick

SpielerVerletzungStatus
Gonzalo MontielAdduktorenzerrung (links)Nicht mitgereist
Marcos AcuñaMuskelbündelriss (rechter Oberschenkel)Reha in Buenos Aires
Sebastián DriussiWadenbeinrissRehabilitation

Zusätzlich mussten Giovanni González, Francisco Ortega, Mauro Arambarri und Lucas Beltrán aufgrund der begrenzten Lista de Buena Fe (offizielle Meldeliste für den Wettbewerb) zu Hause bleiben. Fabricio Bustos wurde aus disziplinarischen Gründen vom Kader suspendiert und sucht derzeit einen neuen Verein.

Martínez Quarta: Vom Innenverteidiger zum Notnagel rechts

Angesichts dieser Personalmisere greift Coudet zu einer überraschenden Maßnahme: Lucas Martínez Quarta, eigentlich Innenverteidiger, soll als rechter Außenverteidiger auflaufen. Eine Rolle, die der 30-Jährige in seiner Karriere erst viermal bekleidet hat:

  • 2021: Bei der Fiorentina unter Cesare Prandelli – beim 2:3 gegen den AC Mailand.
  • 2022: Erneut gegen die Rossoneri, spielte er die letzten 45 Minuten als Rechtsverteidiger, da Lorenzo Venuti verletzt war.
  • 10. Oktober 2023: In der argentinischen Nationalmannschaft bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Peru – er kam nach einer Verletzung von Montiel als Rechtsverteidiger ins Spiel.
  • 2024: In einem Freundschaftsspiel gegen Ecuador vor der Copa América, wo er die letzten fünf Minuten in dieser Position spielte.

Diesmal wird er von Beginn an auflaufen – in einem Spiel mit maximaler internationaler Bedeutung. Eine echte Bewährungsprobe für den Abwehrspieler, der sonst im Zentrum agiert.

Alternative: Yutiel Susano, ein 19-jähriger Hoffnungsträger

Die andere Option wäre der erst 19-jährige Ángel Yutiel Susano aus der Reservemannschaft. Der in Isidro Casanova (La Matanza) geborene Verteidiger hat keinen Profivertrag und wurde nur aufgrund der Notlage in den Kader berufen. In der Saison 2026 bestritt er 14 Spiele für die Reserve und erzielte dabei ein Tor. Sein Spitzname: 'Terry'. Coudet hat ihn mit nach Bogotá genommen, aber seine mangelnde Erfahrung auf diesem Niveau spricht eher für die Lösung mit Martínez Quarta.

Die voraussichtliche Aufstellung von River Plate

Mit vier Innenverteidigern in der Abwehrkette könnte die Elf von Coudet so aussehen:

Santiago Beltrán; Lucas Martínez Quarta, Nicolás Otamendi, Lautaro Rivero, Facundo González; Aníbal Moreno, Tobías Andrada; Joaquín Freitas, Thiago Almada; Ángel Correa und Rafael Santos Borré.

Das Rückspiel findet am 26. August 2026 im Monumental-Stadion in Buenos Aires statt. Der Sieger der Begegnung trifft im Viertelfinale auf São Paulo oder Bolívar. Für River Plate geht es nicht nur um den Einzug in die nächste Runde, sondern auch um die Chance, sich nach einem schwierigen Saisonstart zu rehabilitieren.