Der argentinische Traditionsverein River Plate steht vor einem Schicksalsspiel: Im Estadio Monumental empfängt er am Mittwoch, den 26. August 2026, Independiente Santa Fe zum Rückspiel im Achtelfinale der Copa Sudamericana. Nach einem schwachen Halbjahr und einem 0:0 im Hinspiel muss ein Sieg her, um das Viertelfinale zu erreichen und die Kritik am Trainer Eduardo Coudet zu verstummen.

Ein Schicksalsspiel in Buenos Aires

An diesem Mittwoch, dem 26. August 2026, trifft der argentinische Rekordmeister River Plate auf Independiente Santa Fe in einem hochklassigen Duell der Copa Sudamericana. Das Hinspiel in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá endete torlos. Jetzt muss im legendären Estadio Monumental in Buenos Aires eine Vorentscheidung her, ein Sieg mit mindestens einem Tor Unterschied wäre ideal. Ein weiteres Unentschieden würde die Entscheidung ins Elfmeterschießen verlagern. Das Spiel beginnt um 21:30 Uhr argentinischer Zeit (02:30 Uhr MEZ in der Nacht zum 27. August) und wird vom uruguayischen Schiedsrichter Esteban Ostojich geleitet, mit seinem Landsmann Leodán González am VAR-Bildschirm. Die Übertragung ist auf den Plattformen DSports, DGO und Disney+ (spanisch) verfügbar.

Wichtigste Daten auf einen Blick

WettbewerbCopa Sudamericana 2026, Rückspiel Achtelfinale
HinspielIndependiente Santa Fe 0-0 River Plate (in Bogotá)
DatumMittwoch, 26. August 2026
Anstoßzeit21:30 (ARG); 20:30 (CHI/ VEN); 19:30 (COL/PER/ECU); 02:30 (MESZ, 27. August)
StadionEstadio Monumental, Buenos Aires (ca. 85.000 Zuschauer)
SchiedsrichterEsteban Ostojich (Uruguay)
VARLeodán González (Uruguay)
ÜbertragungDSPORTS, DGO, Disney+ (nur in Südamerika)
RegelBei Unentschieden im Gesamtergebnis geht es ins Elfmeterschießen.

River unter Druck – Coudet im Zentrum

Die Saison von Eduardo Coudet, Spitzname „El Chacho“, verlief bisher ernüchternd. In der nationalen Meisterschaft (Torneo Clausura) holte das Team aus dem Stadtteil Núñez nur 4 Punkte aus 6 Spielen und steht auf dem vorletzten Platz der Zona B, nur knapp vor dem Aufsteiger Aldosivi. Am letzten Spieltag verspielte River eine Führung und kam zu Hause nur zu einem 2-2 gegen Vélez Sarsfield. Der einzige Sieg in der Liga war ein 2-0 gegen Argentinos Juniors. Diese schwache Ausbeute befeuert die Kritik. Medien berichten, dass die Kontinuität des Trainers bei einem Aus in der Copa Sudamericana massiv in Frage gestellt wäre. Die Copa Sudamericana ist der letzte große Titel Hoffnung in dieser Saison.

Personalnews: Rückkehrer und Ausfälle

  • Rückkehr ins Team: Gonzalo Montiel (Verteidigung), Marcos Acuña (Linksverteidigung) und Sebastián Driussi (Sturm) starten als Titelgewinner.
  • Neue Perspektiven: Ángel Correa und Thiago Almada sind verfügbar und bringen frische Impulse im Mittelfeld/Angriff.
  • Defensive Sorgen: Lautaro Rivero (Muskelverletzung) fehlt. Zudem haben sich die Personalien von Germán Pezzella (Vertragsauflösung) und Alex Woiski (Wechsel zu Deportivo Táchira) geklärt.
  • Nicht für dieses Duell angemeldet: Mauro Arambarri, Giovanni González, Lucas Beltrán, Francisco Ortega.
  • Bonus: Weltstar Julián Álvarez (ehemaliger River-Profi) verpasste heute Training aus einer nicht genannten Befindlichkeit – eine Personalnachricht die für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt.

Mögliche Aufstellung von River

Der Trainer dürfte mit Santiago Beltrán im Tor (Ersatz für den verletzten Arboleda, der nicht im Kader ist) auf einen Sonderkampf setzen. Die Verteidigungslinie bestehen Gonzalo Montiel, Lucas Martínez Quarta und Nicolás Otamendi (viel Erfahrung in Europa). Auf der linken Seite bringt Marcos Acuña Routine mit. Doppelsechs mit Aníbal Moreno (bestritten die Copa America) und Tobías Andrada. Davor das Offensivtrio mit Joaquín Freitas, Thiago Almada und Ángel Correa. Als zentrale Spitze ein Zweikampf Driussi oder Rafael Santos Borré (ehemals Eintracht Frankfurt, Real Madrid).

Der Kontrahent: Independiente Santa Fe

Der kolumbianische Club aus Bogotá, gecoached von Pablo Repetto (Uruguayer), steht in der eigenen Liga stabil im oberen Tabellenfeld. Zuletzt gab es ein 0-0 gegen América de Cali. Santa Fe hat also der Erfahrung und eine disziplinierte Abwehr: Die gesamte Mannschaft, bekannt für das tiefe Stehen und blitzschnelle Konterattacken. Der Kapitän und Torgarant heißt Hugo Rodallega, ein alter Haudegen im Sturm, der in Europa (u.a. Wigan Athletic) spielte. Weitere Akteure in der Startaufstellung: Weimar Asprilla (Tor), Helibelton Palacios, Emmanuel Olivera, Kevin Balanta (Abwehr), Christian Mafla, Daniel Torres, Kilian Toscano (Mittelfeld), und die Flügelspieler Jáder Obrian, Nahuel Bustos und Alexis Zapata. Die Offensive konzentriert auf Rodallega.

Taktische Battaille im Detail

River wird viel Ballbesitz haben, aber der Schlüssel ist das Tore schießen. Der letzte Torerfolg gegen diesen Gegner klappte in Bogotá nicht (kein Gegentor). Santa Fe wird die Räume eng und tief stehen. Die Flanken von Montiel/Acuña sind eine Waffe, im Zentrum als Kopfballspieler Santan. Für Santa Fe zählt nur ein eigener Treffer: Ein Auswärtstor würde River doppelt erschüttern und den Gasdruck massiv erhöhen.

Was passiert nach dem Viertelfinale?

Sollte River weiterkommen, wartet mit Vasco da Gama aus Brasilien ein Liga-Prominenz im Viertelfinale der Copa Sudamericana. Das ist die große Chance für die „Millionarios“, Saison ein positives Ende zu geben und Coudets Job zu retten. Die Fans feiern heute schon eine imposante Nacht in Núñez – die Spieler haben nun eine Lieferung.

Quellen: Imago News, Meldungen aus dem Moment werden nicht genannt – Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr.