Ein provokanter Auftritt mitten im Rechtsstreit
Zwei Wochen nach dem rätselhaften Vorfall in der Wohnung von Facundo Moyano im Buenos Aires Stadtteil Belgrano sorgt Candela Arizaga erneut für Schlagzeilen. Die 23-jährige Argentinierin veröffentlichte auf Instagram ein Foto, das sie und den ehemaligen Abgeordneten auf den Stufen von Disneyland Paris zeigt – ausgerechnet während gegen das Paar eine gerichtliche Kontakt- und Näherungsverbot verhängt ist.
Das Bild, das in ihrer Instagram-Story erschien, wurde von einer unmissverständlichen Botschaft begleitet: „Alle Reisen habe ich mit meinem Ex, meinem Partner und zwei mit der Familie gemacht – das waren meine größten Träume. Keine Ahnung, ich kann nichts dafür, dass sie sich die falschen Freundinnen aussuchen.“ Und mit spürbarer Ironie fügte sie hinzu: „Und sie haben sogar vergessen, ein paar Reisen mehr zu erwähnen!“
Der juristische Hintergrund
Der Vorfall, der zu dem Verfahren führte, ereignete sich am 4. August 2026, als Candela halbnackt aus dem Gebäude von Moyano floh. Der Gewerkschaftsführer und Ex-Politiker wird wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt angeklagt. Die Justiz verhängte eine Kontakt- und Näherungsverbot gegenüber dem Model.
Am 6. August sagte Candela vor der Staatsanwaltschaft Nr. 3 der Stadt Buenos Aires aus und sprach anschließend mit der Presse. Dabei bestätigte sie, weiterhin mit Moyano liiert zu sein, und forderte die Aufhebung der Beschränkung: „Es gab keine Gewalt, er ist mein Freund“, versicherte sie. Zudem gab sie zu, eine „psychotische Episode“ durchlebt zu haben, an der sie arbeiten wolle.
Die Botschaft an „seine anderen Freundinnen“
In einer weiteren Instagram-Story postete Arizaga ein Bild mit schwarzem Hintergrund, das sich an das Umfeld des Ex-Abgeordneten richtete: „Ich poste das hier, weil ich nicht mehr versteckt werden will und damit es auch ‚seine anderen Freundinnen‘ sehen“, schrieb sie, fügte aber scherzhaft hinzu: „(Humor)“. Die Nachricht wurde später gelöscht, hatte aber bereits für Aufruhr in den sozialen Medien gesorgt.
Die Reisen unter der Lupe
Die Kontroverse entstand durch einen Fernsehbericht, der Candela Reisen im letzten Jahr auflistete: Las Vegas, Kalifornien, Punta del Este, Cancún, Paris und New York (wo sie das Finale der Weltmeisterschaft 2026 besuchte). Kritisiert wurde vor allem, dass die junge Frau keine offiziell gemeldete berufliche Tätigkeit bei der ARCA (Agentur für Steuereinziehung und Zollkontrolle) vorweisen kann.
In ihrer Verteidigung erklärte Candela, alle Reisen seien mit ihrem Ex-Partner, ihrem aktuellen Partner oder der Familie unternommen worden. Ihren Schlusssatz machte sie viral: „Keine Ahnung, ich kann nichts dafür, dass sie sich die falschen Freundinnen aussuchen.“
Moyano schweigt, neue Zeugenaussagen
Währenddessen hält sich Facundo Moyano bedeckt und hat sich in den sozialen Medien nicht geäußert. An diesem Dienstag, dem 18. August, sollen zwei Polizisten, die Candela während des Vorfalls begleiteten, vor der Staatsanwaltschaft aussagen.
Das Paar hat sich seit dem 4. August nicht persönlich gesehen, doch beide haben öffentlich ihren Wunsch nach einem Wiedersehen geäußert. Candela bleibt auf Instagram aktiv und postete kürzlich ein Kindheitsfoto mit der Botschaft: „Schlechte Zeiten sind nicht für immer.“
Der Fall sorgt weiterhin für Schlagzeilen, und die Veröffentlichung des Paris-Fotos hat die mediale Aufmerksamkeit auf eine Beziehung, die scheinbar alle Hindernisse überwindet, nur noch verstärkt.